Schwanger oder doch nicht? Die Tussis, locker gespielt von Ronja Imlig (von links), Stefanie Schällibaum und Samanta Pulzella, diskutieren über ihre Liebschaften. Bild Silvia Camenzind
Schwanger oder doch nicht? Die Tussis, locker gespielt von Ronja Imlig (von links), Stefanie Schällibaum und Samanta Pulzella, diskutieren über ihre Liebschaften. Bild Silvia Camenzind

Bühne

Zickenalarm im Schulzimmer

«Das Internat: Crazy Castle» heisst das Stück, welches die Sechst- und Siebtklässler dieses Wochenende im Kinder- und Jugendtheater Pronto zeigten. Es ist ein freches Theaterstück und ein ganz schön komisches.

Sachen fürs Leben unterrichte sie, sagt die toleranteste Schulleiterin, die sich Kinder ausdenken können. Und wie sie aussieht, also er, der Junge, der diese Frau mit mächtigem Busen und lächerlichen Pantoffeln spielt. Die Schule ist ein Ort grenzenloser Toleranz. Die Schulleiterin setzt Regeln sehr elastisch, also gar nicht. Das wird auf der Bühne zelebriert. In der Biologie heisst dasThema: «Wie entführe ich einen Mann?» In der Chemie wird Schnaps gebrannt. «Sie haben sehr ausgefallene Unterrichtsformen », sagt der Schulinspektor auf Schulbesuch.

Tussis, Emos und Streber

In einem solchen Internat hats die Neue schwer. In der Klasse gibt es drei Gruppen: die Tussis, die Emos und die Streber. Die Tussis machen den Lehrer an, die Emos sind zwar lieb, aber emotional auf einer andern Ebene und die Streber ein eingeschworenes Team. Alle wollen sie die Neue testen. Die Emos legen Reisnägel in die Dusche. Die Neue blutet. Die Tussis machen auf hilfsbereit, nur um ihr statt Salbe Leim an die Füsse zu streichen, damit sie am Boden kleben bleibt. Und die drei Streberinnen: Sie legen ihr Kondome in und ums Bett.

Freche Dialoge, lustige Gags

Die zehn Mädchen und zwei Buben haben das Stück unter der Leitung und Regie von Cornelia Schmid selber entwickelt. Es geht um Liebschaften, Freundschaften, Feindschaften und Schwangerschaften. Die 12- und 13-Jährigen spielen locker, im Stile einer Sitcom. Freche Dialoge und lustige Gags um die absurde Situation an der Schule bieten immer wieder Lacher. Nach der Drohung, die Schule werde geschlossen, herrscht Alarmstufe rot im Klassenzimmer. Dank dem Einsatz aller gibt es ein Happy End mit zwei Liebespaaren und viel Applaus für die junge Spielerschar. Es hat enorm Spass gemacht, ihnen beim Spielen zuzusehen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

21.09.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/dtZReD