Musik
Dem Innerschwyzer Stil gefrönt
Das Konzert der Gupfbuebä im Chupferturm mit vorangegangenem Museumsanlass über den Innerschwyzer Stil fand regen Anklang.
Es mussten sogar noch mehr Stühle aufgestellt werden im Forum Schweizer Geschichte Schwyz, so gross war das Interesse an der Führung von Dani Häusler zum Thema «Innerschwyzer Stil». Organisationstechnisch wurde es dann ein Vortrag statt einer Führung, man hätte schlicht keinen Platz gehabt, sich mit allen Anwesenden durch die Volksmusik-Ausstellung zu bewegen. Dani Häusler erzählte unterhaltsam und spannend von seinem Werdegang als Musiker, von seinen grössten musikalischen Innerschwyzer Vorbildern wie Kasi Geisser, Jost Ribary, Kaspar Muther und Carlo Brunner.
Foxtrott mit Einflüssen von Swing, Jazz und Ragtime
Beim Innerschwyzer Stil sei die Instrumentierung nicht genau definiert, antwortete Dani Häusler auf eine Frage aus dem Publikum. Es gebe sowohl den Bläser-Stil, mit oder ohne Klavier, aber auch Formationen mit Schwyzerörgeli oder Akkordeon. Wichtig sei den Innerschwyzern eine gewisse Virtuosität gewesen, der Schottisch spiele eine grosse Rolle. Von Amerika kamen dann Einflüsse wie Swing, Jazz oder Ragtime, die zum Genre des Foxtrotts führten. Liebliche Walzer oder Musette-Walzer waren auch immer ein Thema, das waren dann eher die ruhigeren Stücke. Im Chupferturm begrüsste Bruno Bühlmann zum «Heirassa Spezial»-Anlass speziell auch Josef Odermatt, OKP des Heirassa-Festivals. Das Festival konnte 2025 bereits sein 20-Jahr-Jubiläum feiern. Dani Häusler ist ab 2026 künstlerischer Leiter des Heirassa-Festivals, selbst ein grosser Fan des Heirassa-Stils. Häusler, aufgewachsen im Gupf in Unterägeri, gründete 1986 zusammen mit Jörg Wiget (Akkordeon) und Ueli Stump (Klavier) die Gupfbuebä. Seit Frühling 2021 spielt Severin Barmettler (Kontrabass) in der Formation, welche in diesem Jahr ihr 40-Jahr-Jubiläum feiert, zu dem bald eine neue CD erscheinen wird. Die Gupfbuebä spielten Marsch, Ländler, Schottisch, Walzer und Fox von Kaspar Muther, Jost Ribary, Hans Aregger, Walter Balmer, Willi Valotti, Tony Huser, Carlo Brunner, aber auch immer wieder tolle Eigenkompositionen von Dani Häusler. So auch den lüpfigen, eingängigen «Heirassa-Festival-Schottisch». Das Publikum klatschte begeistert und wurde mit zwei Zugaben belohnt.
Bote der Urschweiz / Ruth Auf der Maur
Autor
Bote der Urschweiz
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- Musik
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