Regierungsrat Michael Stähli (Mitte) und das EAE-Team vor der «Einsiedler- Koje» (von links): Heinz Nauer, Annemarie Fässler, Susann Bosshard-Kälin und Claudia Steiner. Foto: Catherina Bosshard
Regierungsrat Michael Stähli (Mitte) und das EAE-Team vor der «Einsiedler- Koje» (von links): Heinz Nauer, Annemarie Fässler, Susann Bosshard-Kälin und Claudia Steiner. Foto: Catherina Bosshard

Dies & Das

Auf in eine neue Welt!

Im Beisein von 250 Gästen aus Kultur, Politik und Gesellschaft eröffnete Andreas Spillmann, Direktor des Schweizerischen Nationalmuseums, am letzten Samstag die neue Wechselausstellung im Forum Schweizer Geschichte in Schwyz.

In der attraktiven Präsentation von damaligen und heutigen Auswanderergeschichten haben an der Ausstellung in Schwyz auch Einsiedlerinnen und Einsiedler ihre Bühne. Der Traum vom Auswandern steckt in vielen Köpfen. Die Gründe, die Schweiz zu verlassen, bleiben vielschichtig – früher wie heute. Die Schweiz ist seit Jahrhunderten ein Auswanderungsland; erst 1888 wendet sich der Trend zur Einwanderung. Bis zur Französischen Revolution wanderten vor allem Söldner für fremde Dienste aus. Zum Massenphänomen wurde die Emigration im 19. Jahrhundert. Fast eine halbe Million Schweizerinnen und Schweizer machten sich auf in ferne Länder und Kontinente, aus der Region Einsiedeln waren es zwischen 1850 und 1900 etwa 2000. Die Ausstellung «Die Schweiz anderswo» widmet sich den spannenden Geschichten der Auswanderer und der Gründung der Auslandschweizer-Organisation. Aber auch die eigene Familiengeschichte hat Platz: an ausgewählten Sonntagen lädt das «Büro für Migrationsgeschichten » die Besucherinnen und Besucher dazu ein, Auswanderungsgeschichten aus ihre Familie zu erzählen und diese schreiben zu lassen.


Einsiedler Auswanderer


Dank der Museumskuratorin Pia Schubiger fand das Projekt «Einsiedeln anderswo» (EAE) einen markanten Platz in der Ausstellung. Das ist für das ganze EAE-Team, das sich seit vier Jahren der Auswanderung aus der Region nach Kentucky annimmt, eine grosse Ehre. So sind denn in der «Einsiedler-Koje» Objekte, Plakate und verschiedene Bilder von ausgewanderten Bisigs, Schönbächlers, Zehnders und Kälins in Louisville zu sehen und dazu der 39-minütige Film von Claudia Steiner «Auf der Suche nach Identität?» in seiner ganzen Länge. Zeitgerecht zur Ausstellungseröffnung wurde die deutsche Fassung des Buchs «Einsiedeln anderswo – Präsenz eines Innerschweizer Dorfes in der amerikanischen Stadt Louisville, Kentucky» fertig. Der Einsiedler Filmer Karl Saurer ist in der Ausstellung mit seinem Werk «Steinauer Nebraska» präsent.


Funky Swiss Alphorn


Im Zelt vor dem Museum fanden sich viele Gäste zur Ausstellungseröffnung ein, unter ihnen der Schwyzer Ständerat Peter Föhn sowie Regierungsrat Michael Stähli. Neben Museumsdirektor Andreas Spillmann sprachen Peter Zschaler von Swissinfo und Pia Schubiger, Ausstellungskuratorin. Die musikalische Umrahmung des Anlasses durch die Schweizer Musikerin Eliana Burki mit Funky Swiss Alphorn und Büchel fand viel Applaus. Zum orientalischen Apéro gab es amerikanischen Wein von Nachkommen einstiger Einsiedler Auswanderer – Benziger-Wein aus dem Sonoma Valley.


Einsiedler Anzeiger /SBK

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

16.04.2109

Webcode

schwyzkultur.ch/TNExaE