Freuen sich über den Innerschwyzer Kulturpreis: Dani Häusler und Markus Flückiger (von links). Bildungsdirektor Walter Stählin ist glücklich, dass der Preis an zwei Schwyzer geht. Bild Désirée Schibig
Freuen sich über den Innerschwyzer Kulturpreis: Dani Häusler und Markus Flückiger (von links). Bildungsdirektor Walter Stählin ist glücklich, dass der Preis an zwei Schwyzer geht. Bild Désirée Schibig
Glücklich: Daniel Häusler und Markus Flückiger mit der Urkunde. Bild Roger Bürgler
Glücklich: Daniel Häusler und Markus Flückiger mit der Urkunde. Bild Roger Bürgler
Grossaufmarsch an der Preisverleihung in der Ital-Reding-Hofstatt: Vertreter aus Politik und Kultur, Freunde und Angehörige der beiden Preisträger zeigten ihre
Grossaufmarsch an der Preisverleihung in der Ital-Reding-Hofstatt: Vertreter aus Politik und Kultur, Freunde und Angehörige der beiden Preisträger zeigten ihre

Dies & Das

Hochverdiente Ehre für zwei Vorbilder

Viel Prominenz aus Kultur und Politik traf sich zur Innerschweizer Kulturpreisverleihung am Samstag in Schwyz. Im Mittelpunkt standen die Preisträger Dani Häusler und Markus Flückiger, die sich über die Auszeichnung freuten und sich zur Freude der Anwesenden auch gleich musikalisch dafür bedankten.

Der Garten der Ital-Reding-Hofstatt bot den feierlichen Rahmen für die Übergabe des wichtigsten, spartenübergreifenden Kulturpreises der Region. Ein Geheimnis wurde allerdings nicht gelüftet, denn bereits im Januar hatte die Innerschweizer Kulturstiftung die Namen Daniel Häusler und Markus Flückiger bekannt gegeben. Dies habe ein selten grosses und inspirierendes Medienecho ausgelöst, sagte Bildungsdirektor und Stiftungsratsmitglied Walter Stählin in seiner Eröffnungsrede. Die Medien überschlugen sich seither mit Lobeshymnen über die beiden «virtuosen Erneuerer der Volksmusik», was die treffende Wahl bestätige. Einig war man sich auch darüber, dass mit der Vergabe des Preises an zwei der wichtigsten Volksmusiker der letzten Jahre die ganze Volksmusik-Szene ausgezeichnet wurde. In seinen kurzen Dankesworten meinte Dani Häusler denn auch: «Wir haben jetzt schon wahnsinnig viel profitiert vom Preis. Die Volksmusik ist da angekommen, wo sie vorher nicht war.» Markus Flückiger bedankte sich an dieser Stelle bei Sepp Huber und Reto Kamer, mit denen sie die Formation Hujässler bilden, und ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre.

Vorbilder für junge Musikanten

Stählin betonte, dass Häusler und Flückiger den Preis nicht nur dafür erhalten, dass sie Volksmusik auf höchstem technischem Niveau zelebrieren und auf kreative Weise, ohne mit dem Alten zu brechen, erneuert haben. Beide haben auch wesentlich zur Professionalisierung der Volksmusik beigetragen, indem sie sich dafür stark gemacht haben, dass heute an der Musikhochschule Luzern ein Abschluss mit Schwerpunkt Volksmusik möglich ist. Dani Häusler leitet in Luzern den Studiengang für Volksmusik und unterrichtet Klarinette, und Markus Flückiger ist Dozent für Schwyzerörgeli. Die beiden seien zudem wichtige Vorbilder, die junge Musikbegeisterte in ihren Bann ziehen, und sie seien hervorragende Komponisten der allerersten Garde.

Hochverdienter Preis

Alois Gabriel, Musiklehrer und Co- Leiter vom Haus der Volksmusik in Altdorf, hielt die Laudatio. Er gilt als fundierter Kenner und Bewahrer, aber auch als grosser Förderer innovativer Volksmusik und war somit prädestiniert dafür. Gabriel gab einen interessanten Abriss über die Entwicklung der Schweizer Volksmusik: über ihren Boom nach dem Zweiten Weltkrieg, aber auch die langen Jahre der Stagnation, in der sich die Ländlermusik kaum mehr weiterentwickelte. Dani Häusler und Markus Flückiger haben dies geschafft. Beide sind in Musikerfamilien gross geworden, beide waren Ausnahmetalente mit viel Übungsfleiss und haben sich in vielen guten Formationen weiterentwickeln können. Bald war Flückiger das Mass aller Dinge am Schwyzerörgeli und Dani Häusler an der Klarinette.

Seit 1997 zusammen

1997 fanden die beiden Ausnahmekönner endlich zusammen. Mit der Formation pareglish wurde frei und ohne Hemmungen experimentiert, Volksmusik aus der ganzen Welt gespielt. Die Wirkung blieb nicht aus. Traditionalisten waren verunsichert, neue Leute begeisterten sich plötzlich für diese Art der Volksmusik. Mit der jetzigen Formation Hujässler wird schliesslich ein klares Konzept verfolgt, man spielt nur Schweizer Volksmusik, vermischt jedochTraditionelles und Neues auf hervorragende Weise, lotet die Grenzen aus, um diese auch mal zu überschreiten. Für eine vitale Volksmusikszene sind Dani Häusler und Markus Flückiger ein unschätzbarer Gewinn. Der Innerschweizer Kulturpreis, darüber war man sich am Samstag einig, ist hochverdient.

Der Preis – eine Bestätigung

Für Markus Flückiger kam der Innerschweizer Kulturpreis völlig unverhofft. Für ihn bedeutet der Preis eine Bestätigung für das bisher Geleistete. Er hätte auch ohne Preis genau gleich weitergemacht, weil er Musik aus einem inneren Drang heraus spiele. Die Aufmerksamkeit sei aber sehr schön. Dass der Preis an Dani Häusler und ihn gemeinsam verliehen worden ist, bedeutet für ihn eine Anerkennung für die ganze Sparte der Volksmusik. Auch für Dani Häusler kam der Preis überraschend. Er hätte nie

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

19.09.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/hdvB8V