Markus Bamert (links) und Erwin Horat gestern im Haus Bethlehem in Schwyz. Bild Andreas Seeholzer
Markus Bamert (links) und Erwin Horat gestern im Haus Bethlehem in Schwyz. Bild Andreas Seeholzer

Dies & Das

Interaktiv den Söldnern auf der Spur

Das Söldnertum prägte unsere Region. Nun kann den fremden Diensten digital nachgespürt werden.

Erwin Horat, Leiter des Staatsarchivs Schwyz, und Kunsthistoriker Markus Bamert stellten gestern unter dem Titel «Fremde Dienste – Motor der Entwicklung » den neusten interaktiven Rundgang mit iPad der Stiftung Ital-Reding- Hofstatt vor. Wer heute einen Rundgang durch die Hofstatt macht, bekommt ein iPad. Wer alles lesen will, braucht über einen Tag. Mit den neusten Informationen zum Söldnerwesen kann man sich rund drei Stunden verweilen. Die Inhalte wurden – was die wirtschaftliche und politische Sicht bedeutet – von Erwin Horat zusammengestellt. Markus Bamert widmete sich der künstlerischen und architektonischen Sicht.

Die 30 Hofstätten

Im Spätmittelalter entwickelte sich in der Region die Viehwirtschaft, welche weniger Arbeiter brauchte. So verfügte die ganze Innerschweiz über zu viele Männer, die schliesslich im Soldwesen eine Beschäftigung fanden. Hier hatten sie die Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern. Sichtbar wird dies in den Siedlungsstrukturen und den 30 herrschaftlichen Hofstätten rund um Schwyz. Diesen Hofstätten wurde ihr ganz eigenes Gesicht gegeben, was ohne die Kenntnis von anderen Baukulturen nicht möglich gewesen wäre. Die Häuser wurden nun aus Stein erstellt und an Vorbilder aus Oberitalien, Frankreich und Süddeutschland angelehnt.

Bote der Urschweiz (Andreas Seeholzer)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

19.08.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/iS4c5P