Laudator Daniel Annen, der Geehrte Josef Heinzer und Gemeinderat André Brugger (von links) verfolgen gespannt die auffahrenden Brauchtumsgruppen.
Laudator Daniel Annen, der Geehrte Josef Heinzer und Gemeinderat André Brugger (von links) verfolgen gespannt die auffahrenden Brauchtumsgruppen.
Vertreiben die Greifler die Hitze und Trockenheit? Nein: Sie verwandelten zur Ehre von Josef Heinzer den Schwyzer Hauptplatz in einen grossen Resonanzkasten.
Vertreiben die Greifler die Hitze und Trockenheit? Nein: Sie verwandelten zur Ehre von Josef Heinzer den Schwyzer Hauptplatz in einen grossen Resonanzkasten.
Die Festrede zum Nationalfeiertag hielt der Jungunternehmer Kilian Wiget (rechts), aufgewachsen im Büölacher in Rickenbach. Bilder: Franz Steinegger
Die Festrede zum Nationalfeiertag hielt der Jungunternehmer Kilian Wiget (rechts), aufgewachsen im Büölacher in Rickenbach. Bilder: Franz Steinegger

Dies & Das

«Josef, miär bruchid derig we dich»

Die Bundesfeier auf dem Hauptplatz stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Kulturpreisverleihung an Josef Heinzer – und mit einem grossen Dank an die Vorfahren.

Mindestens 700 Leute wohnten gestern Mittag der von der Kulturkommission organisierten Bundesfeier bei. Dass darunter viele Illgauer waren, die Greifler lautstark aufzogen, die Nüssler und Grossgrinde den Narrentanz unter gleissender Sonne aufführten, die Roten Schwyzer des Tambourenvereins Schwyz kräftig trommelten, dass Sennen, Jodler und die Feldmusik sich ein Stelldichein gaben: Das alles hatte mit Josef Heinzer zu tun, dem der Kulturpreis der Gemeinde Schwyz feierlich überreicht wurde. Daniel Annen hielt die mit vielen Anekdoten gehaltene Laudatio an einen unermüdlichen ehrenamtlichen Schaffer. «Josef Heinzer trägt zum Brauchtum und zum Erhalt der Tradition bei, die uns mit ihrer Regelmässigkeit Stabilität in den Alltag bringt», sagte Annen und schloss seine Lobrede: «Josef, wir brauchen solche wie dich.» Die Greifler, Grossgrinde, Güdelmändiger und Nüssler schenkten Heinzer ein Fasnachtstrummeli, Gemeinderat André Brugger überreichte den Kulturpreis mit den Worten: «Den kann man nicht kaufen. Man muss ihn verdienen.»


Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen


Gemeindepräsident Xaver Schuler erinnerte daran, dass unser Land nur durch den Einsatz unserer Ahnen aus bitterer Armut zum heutigen Wohlstand gefunden habe. Reto Müller dankte im Vaterlandsgebet diesen Vorfahren und wünschte im Namen Gottes der jungen Generation, aus «der Weisheit unserer Geschichte» zu lernen und zu unserem Land sorge zu tragen. Die Festrede hielt Jungunternehmer Kilian Wiget. Er hat mit seinen zu fairen Löhnen biologisch erzeugten und bis zur Baumwollernte rückverfolgbaren Kleidern ein wachsendes Unternehmen aufgebaut. «Alle Menschen auf der Welt sollten es schön haben wie wir», formulierte er das Ziel seiner nachhaltig produzierten Produkte. Umrahmt wurde die 1.-August-Feier mit Jodel- und Feldmusikklängen und abgerundet durch das obligate «Ghackets mit Hörndli».

Autor

Bote der Urschweiz

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Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

02.08.2018

Webcode

www.schwyzkultur.ch/eg9pBR