Die Freude war berechtigt: OK-Präsident Stephan Annen bei der Eröffnung des Gesangsfestes. Bild Franz Steinegger
Die Freude war berechtigt: OK-Präsident Stephan Annen bei der Eröffnung des Gesangsfestes. Bild Franz Steinegger

Dies & Das

Jugend soll vom Gewinn profitieren

Das grosse Gesangsfest «schwyz s(w)ingt» in Schwyz hat finanziell grandios abgeschlossen. In der Kasse lieben am Schluss 108 00 Franken. Davon profitieren wird in erster Linie die Jugend. Der Männerchor und der Frauenchor Schwyz wollen ihre Gewinnanteile weitgehend in die Jugendarbeit stecken.

Als beim Auftakt zum 18. Zentralschweizer Gesangsfest in Schwyz vom 19. bis 21. Juni sich miserables Wetter eingestellt hatte, da zogen düstere Befürchtungen auf. Auch OK-Präsident Stephan Annen, Schwyz, erinnert sich, dass «es sehr weh getan hat», als man am ersten Abend das grosse Festzelt wegen Besuchermangel vorzeitig schliessen und die engagierte Band nach Hause schicken musste. «Wenn das nur gut kommt», habe er gedacht. Die folgenden Tage haben diesen Fehlstart ausgebügelt. Das Fest wurde stimmungs- und besuchermässig ein Erfolg. Und jetzt stimmt auch noch die Kasse.

Etliche positive Faktoren

Das Gesangsfest schliesst mit einem Reingewinn von 108 000 Franken ab. Möglich war dies dank einigen Sondereffekten, wie sie Annen nennt. So habe man den Festbedarf laufend den Anmeldungen angepasst und damit einige Budget-Positionen nicht voll ausschöpfen müssen. So etwa im Bau oder bei den Suisa-Gebühren. Der budgetierte Aufwand von 532 000 Franken konnte auf jeden Fall eingehalten werden. Auf der anderen Seite sei ebenso klar, dass ohne das Engagement zahlreicher Sponsoren keine schwarzen Zahlen erreicht worden wären.

Wieder ein Jugendchor für Schwyz?

Vom Reingewinn gehen 25 Prozent an die Zentralschweizerische Chorvereinigung (ZSCV), der Rest je hälftig an die beiden Trägervereine des Grossanlasses. Der Männerchor Schwyz und der Frauenchor Schwyz werden je rund 40 000 Franken erhalten. Beide wollen diese Mittel ins Gesangswesen investieren, speziell in die Förderung des Jugendgesangs. «Kinder und Jugendliche sollen wieder für das Singen begeistert werden», umschreibt Annen die Absicht der beiden Vereine. Ideen für die weiteren Schritte sind da, welchen Weg man einschlagen wird, das ist noch offen. Annen erwähnt einen Jugendchor, den man allenfalls wieder ins Leben rufen und unterstützen könnte.

Auch Helfer belohnen

Vom Reingewinn profitiert aber nicht nur die Jugend, sondern auch die Helfer. Am «schwyz s(w)ingt» beteiligt gewesen sind in den verschiedensten Funktionen rund 350 Helferinnen und Helfer aus einem Dutzend Vereinen und Schulklassen. Je nach geleisteter Anzahl Schichten sind sie am Umsatz beteiligt gewesen. Diese Ausgaben waren budgetiert und wurden bereits ausbezahlt. Ebenfalls hat das OK seine Schlusssitzung hinter sich. Dazu gehörte zuhanden nächster Organisatoren auch Manöverkritik. Als sehr richtig erwiesen hat sich die Konzeption desAnlasses mit einem modernen Auftritt und einem breit abgestützten Programm. Die gegen 2000 begeisterten Teilnehmer aus rund 60 Chören und mit ihren Auftritten in den drei Wettgesangslokalen haben das bestätigt. Positiv überrascht worden sei man von der Zahl von elf Basler Chören, die mit dabei gewesen sind. Auch das zentrale Festgelände mitten im historischen Schwyz hat sich bewährt. Eher eine grössere Beteiligung hätte man sich aus dem Kanton Schwyz erwartet. Kritisch angeschaut worden ist auch nochmals der Festkartenpreis von 75 Franken. Im Vergleich mit anderen Gesangsanlässen sei dieser absolut im Rahmen gewesen, betonte Annen. Zudem habe sich gezeigt, dass die in der Festkarte inbegriffenen Vergünstigungen des Swiss Knife Valley nur vor Ort kritisiert, von den auswärtigen Vereinen aber geschätzt worden sind. Man habe zugunsten eines nächsten Organisators im Jahre 2015 vor allem die Lehre gezogen, dass «über alle Neuerungen sehr intensiv kommuniziert werden muss».

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

29.12.2009

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schwyzkultur.ch/2NpVcv