Neues Präsidium für die Schwyzer Museumsgesellschaft: Interimspräsident Valentin Kessler hat an Annina Michel weitergegeben. Bild Josias Clavadetscher
Neues Präsidium für die Schwyzer Museumsgesellschaft: Interimspräsident Valentin Kessler hat an Annina Michel weitergegeben. Bild Josias Clavadetscher

Dies & Das

Michel ist neue Museums-Präsidentin

Nach einer einjährigen Interimslösung hat die Schwyzer Museumsgesellschaft wieder ein festes Präsidium erhalten: Die Historikerin Annina Michel hat die Leitung übernommen.

Da hat sich die Schwyzer Museumsgesellschaft (SMG) eine perfekte Vereinsleitung an Bord geholt und damit auch das provisorische Zwischenjahr beendet. Vor einem Jahr ist die damalige Präsidentin Antoinette Hürlimann, Schwyz, nach drei Amtsjahren aus privaten Gründen zurückgetreten.Als Interimspräsident in die Bresche gesprungen ist Staatsarchivar Valentin Kessler, Rickenbach. Nun hat die Jahresversammlung für eine definitive Lösung neu Annina Michel, Stans/Schwyz, als Präsidentin gewählt. Eine ideale Besetzung, da sie als Historikerin, Leiterin des Bundesbriefmuseums, des kantonalen Kulturgüterschutzes und als Kuratorin grosse Erfahrung und Vernetzung mitbringt. Da sie in dieser Funktion die Altertümer-Sammlung des Kantons betreut, befinden sich dort auch schon jetzt viele Objekte der Schwyzer Museumsgesellschaft. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden alle wieder bestätigt: Kassier Bruno Hicklin, Schwyz, Martina Kälin-Gisler, Brunnen, Markus Riek, Schwyz, und Hansjörg Kaufmann, Goldau. Als Vertreter des Kantons bleibt Valentin Kessler, Rickenbach, im Vorstand, als Vertreter des Bezirks Schwyz Hermann Fässler, Unteriberg.

Neu wieder Ausstellung geplant

Einen Grosserfolg landete die Museumsgesellschaft mit ihrem Konzept, quasi das «Museum im Alltag» zu zeigen und dem interessierten Publikum zu erschliessen. Dazu sind zahlreiche Besichtigungen und Führungen in den Schwyzer Herrenhäusern durchgeführt worden, ergänzt durch Vorträge, Podiumsgespräche und Referate. Mehr als 600 Personen haben an diesen Veranstaltungen teilgenommen. Teils befanden sich sogar ausserkantonale Besucher darunter. Gereizt hat besonders die Möglichkeit, für einmal einen Blick ins Privatleben in diesen Häusern werfen zu können. Auch fanden sich im Angebot zum Beispiel ein «Kochkurs für barocke Gerichte»,ein Vortrag über die Herrenhäuser in der Literatur oder über das oft tragische Thema des Schwyzer Söldner-Unternehmertums. Nicht zustande gekommen ist dagegen eine Ausstellung über die Schwyzer Herrenhäuser. Wie der zurücktretende Präsident Kessler erklärte, sei dieses Herrenhäuser-Jahr nun abgeschlossen.Als Nächstes wolle man sich wieder neuen Ideen und dem «Kerngeschäft» zuwenden. Geplant wird eine Ausstellung, die sich mit der Geschichte desAlten Landes Schwyz befassen und sie anhand von vorhandenen Objekten aus dem Fundus zeigen soll.

1480 Objekte in der Sammlung

Dieser Fundus ist tatsächlich beachtlich und lässt eine qualitativ gute Auswahl für eine Ausstellung zu. Erneut sind rund 70 Objekte neu in die Sammlung aufgenommen und katalogisiert worden. Damit erreicht diese nun einen Bestand von 1480 Objekten unterschiedlichster Art. Von den Neuzugängen erwähnt wurden ein Webstuhl, Schriftsetzerwerkzeuge oder als Leihgabe ein sehr alter Blätz der Brunner Nüssler. Die Vereinsfinanzen haben sich weiter stabil verhalten. Seit der letzten Jahresversammlung von 2009 hat sich das Vermögen um rund 12 000 auf heute 175 000 Franken erhöht. Künftig soll die Jahresversammung nun alle zwei Jahre stattfinden.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

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Publiziert am

10.06.2013

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schwyzkultur.ch/FqFtnp