Imlig fotografierte von der Ibergeregg den grossen Schijen. Die Blätter dienen als eine Art Rahmen und kreieren durch ihre Unschärfe Tiefe. Bild: Aaron Imlig
Imlig fotografierte von der Ibergeregg den grossen Schijen. Die Blätter dienen als eine Art Rahmen und kreieren durch ihre Unschärfe Tiefe. Bild: Aaron Imlig
Sonnenaufgang über dem Talkessel von Schwyz, fotografiert in der Nähe des Vrenenberges am Wildspitz. Bild: Sascha Krähenbühl
Sonnenaufgang über dem Talkessel von Schwyz, fotografiert in der Nähe des Vrenenberges am Wildspitz. Bild: Sascha Krähenbühl
Die schöne Aussicht ist von der Fallenflueh gegen Illgau. Der Nebel versetzt das Bild in eine ganz besondere Stimmung. Bild: Fabian Camenzind
Die schöne Aussicht ist von der Fallenflueh gegen Illgau. Der Nebel versetzt das Bild in eine ganz besondere Stimmung. Bild: Fabian Camenzind

Dies & Das

Morgenstund hat Gold im Mund

Auf Instagram feiern Viele Erfolg als Landschaftsfotografen. Auch in der Region Schwyz, wo die Natur viel zu bieten hat, wird viel fotografiert. Drei Schwyzer Jung-Fotografen erzählen von ihren liebsten Winterlocations, ihrer Motivation und ihren Motiven.

Aaron Imlig, 19, Ibach


Aaron Imlig aus Ibach fotografiert mit seiner Canon 8D gerne auf dem Stoos. Von dort aus gebe es gute Fotos vom Vierwaldstättersee. Bei der Ibergeregg fotografiere er gerne die Felsformationen. Ausserdem sei die Rigi Hochflue immer ein guter Ort. Imlig mag es, dass er das Wandern und den Naturgenuss mit dem Fotografieren verbinden kann. Doch die eigentliche Motivation hinter dem Fotografieren sei die Geschichte hinter den Fotos und die Erinnerungen. «Mit Kollegen unterwegs zu sein, ist nicht nur spassig, sondern regt auch die Inspiration an», meinte Imlig. Der einzige Nachteil am Fotografieren in der Wintersaison sei es, dass man sich genauestens überlegen müsse, welches Motiv zu fotografieren sei, denn ansonsten werde es sehr kalt für nackte Hände. Die Motive, welche im Winter am meisten vor seine Kamera kämen, seien Berge, Hütten, alpine sowie unberührte Landschaften. «Besonders interessant finde ich den Kontrast von dunklen Felsen zum weissen Schnee.» Imlig ergattert immer wieder Aufträge von der Band Daens.


Sascha Krähenbühl, 27, Schwyz


Auch Sascha Krähenbühl mag unberührte Landschaften vor seiner Nikon D810. Die verschneite Landschaft, besonders die frisch verschneiten Tannen, tun es ihm an. «Einer der schönsten Momente ist unmittelbar nach Sonnenaufgang, wenn der Schnee goldig zu glänzen beginnt. In diesem Moment hat die Morgenstund effektiv Gold im Mund, und die frühen Strapazen haben sich gelohnt.» Der 27-Jährige meint: «Um am Morgen früh in der Natur zu sein, schlafe ich auch im Winter immer wieder im Zelt. Mein Lieblingsfotospot im Winter ist die Ibergeregg, besonders der Abzweiger zum Furggelenstock.» Ausserdem hätte man vom Wildspitz eine gute Sicht über den Talkessel. Wenn Krähenbühl mit den Schneeschuhen unterwegs ist, ist er vielfach alleine, denn so könne er sein Tempo gehen und anhalten, wo immer er möchte. Krähenbühl hat sein Hobby sogar zum Beruf gemacht. Es sei sein Nebenerwerb und natürlich seine Leidenschaft.


Fabian Camenzind, 24, Gersau


Fabian Camenzinds meist besuchte Locations im Winter sind der Pragelpass, die Fallenflue bei Illgau, die Wissifluh und natürlich Gersau. Ihm gefällt im Winter der Lichteinfluss der Sonne im Wald und die Reflexion des Schnees. «Im Winter gibt es eine besonders klare und weitsichtige Nacht, da die Luft sehr kalt ist. Dies macht die Aufnahme von Sternen mit dem Stativ so spannend.» Der 24-Jährige fotografiert mit seiner Nikon D850 auch gerne Seen und Berge. Der Reiz der Natur und die Wanderbegeisterung seien die Motivation für sein Interesse an der Landschaftsfotographie. «Ich muss aktiv sein, um meine Energie rauszulassen», sagt er. Er konnte schon einige Erfahrungen als Auftragsfotograf sammeln.


Bote der Urschweiz / Céline Reichmuth

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

12.12.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/fZpjwL