Sperrig: Mit «grobem Gerät» haben die Sanierungsarbeiten an der Suworowbrücke begonnen. Bild Bruno Facchin
Sperrig: Mit «grobem Gerät» haben die Sanierungsarbeiten an der Suworowbrücke begonnen. Bild Bruno Facchin

Dies & Das

Suworowbrücke – mehr als Kosmetik

In diesen Tagen haben die Installationsarbeiten für die Restaurierung der Suworowbrücke begonnen. Die Arbeiten sollen – vorausgesetzt das Bauprogramm kann eingehalten werden (Wetter) – noch in diesem Jahr fertig werden.

Die im Jahr 1810 erstellte Brücke wurde bereits in den vergangenen 70er-Jahren saniert. Dabei wurde ihr äusseres Erscheinungsbild nicht verändert. Irgendwann, wie Ingenieur Lukas Wolf vom planenden Büro Jung in Rain, erklärte, sei das «Sprengwerk», eine Bogenkonstruktion als zusätzliches statisches Element unter der Brücke, montiert worden.

Dieses «Sprengwerk»

ist heute nebst verschiedenen Holzverbindungen eines der «Sorgenkinder» der Suworowbrücke. Es soll im Rahmen der laufenden Sanierungsarbeiten ersetzt werden. Aber auch Holzelemente am Brückenkörper sind nicht nur angefault, sondern stellenweise fast vollständig vermodert. Dass unter diesen Voraussetzungen die Brücke nicht mehr begangen werden durfte, versteht sich beim genauen Hinschauen von selbst.

Die sanierte Brücke

soll auf zwei neue Widerlager zu liegen kommen. Diese werden mit Mikropfählen im steilen Uferfels verankert und gesichert. Für diese Arbeiten muss die Brücke etwa um 30 Zentimeter angehoben werden. Dazu wurden in den letzten Tagen zwei Stahlträger HEB1000 über der Fahrbahn in die Brücke eingeschoben. An diesen soll während der Betonarbeiten die ganze Brücke aufgehängt werden.

Bis das Projekt,

so wie es jetzt ausgearbeitet wurde, realisiert werden kann, sind einige Varianten studiert worden. Zusammen mit der Bauherrschaft (Gemeinde Schwyz) und der Kantonalen Denkmalpflege wird nun eine Variante ausgeführt, welche in einem gesunden Verhältnis zwischen Aufwand, Machbarkeit und Kosten steht. Man spricht von einem Kostenaufwand von rund 900 000 Franken.

Bote der Urschweiz

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Bote der Urschweiz

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Publiziert am

02.09.2010

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