Eidgenössisches Trachtenfest 2010 in Schwyz: Fantastisches Sommerwetter, grandiose Festfreude, friedliche Stimmung und ein Besucheraufmarsch, wie ihn Schwyz noch nie gesehen hat.
Eidgenössisches Trachtenfest 2010 in Schwyz: Fantastisches Sommerwetter, grandiose Festfreude, friedliche Stimmung und ein Besucheraufmarsch, wie ihn Schwyz noch nie gesehen hat.

Dies & Das

Trachtenfest mit stolzem Gewinn

Nach dem Publikumserfolg jetzt auch ein finanzieller. Das Eidg. Trachtenfest vom Juni 2010 in Schwyz schliesst mit einem Reingewinn von 62 000 Franken ab. Zudem können alle mitarbeitenden Vereine je nach geleistetem Einsatz entschädigt werden.

Acht Monate nach dem Fest liegt die Schlussabrechnung vor. Sie sieht nun entgegen Gerüchten doch sehr gut aus, die Festkasse kann erfolgreich geschlossen werden. Das OK des Trachtenfests hat diese Woche die Schlussabrechnung gutgeheissen, ebenso die Verwendung des Gewinns. Die vor dem Fest in Aussicht gestellte Gewinnverwendung kann eingehalten werden.

Helfervereine erhalten Zustupf

Als Erstes können alle Vereine, die vor, während und nach dem Fest Helfer zur Verfügung gestellt haben, entschädigt werden. Gemäss detaillierter Abrechnung werden pro Arbeitsstunde zwölf Franken vergütet. Je nach Anzahl und Einsatz der Helfer ergibt sich daraus für die Vereine ein beachtlicher Zustupf in die Kasse. Wie die Vereine diese Abgeltungen verwenden, ist deren Sache. Jene Vereine, welche Festwirtschaften oder Betriebe auf eigene Rechnung geführt haben, haben ihre Erträge bereits selber erwirtschaftet und zeigten sich mit dem Resultat ebenfalls zufrieden. Weiter wurde an der Schlusssitzung beschlossen, dass alle Mitglieder des OKs eine pauschale Entschädigung für ihre Arbeisstunden erhalten. Diese Abgeltung hält sich aber im symbolischen Rahmen, wenn man dies mit den geleisteten Arbeitsstunden vergleicht.

Hälfte für Trachtenvereinigung

Unter dem Strich bleibt schliesslich ein Nettogewinn von 62 000 Franken. Davon geht, wie vor dem Fest schon in Aussicht gestellt, die Hälfte an die Trachtenvereinigung des Kantons Schwyz als Trägerin des Trachtenfestes. Diese Gewinnbeteiligung wird damit nachhaltig für das kantonale Trachtenwesen eingesetzt. Die anderen 31 000 Franken gehen an verschiedene gemeinnützige Institutionen, die nicht näher genannt werden. Das Trachtenfest-OK hat von diesem Schlussresultat erfreut Kenntnis genommen. Finanzchef Paul Schelbert, Schwyz, führt den Erfolg auf drei Hauptgründe zurück: «Die sorgfältige Planung, die Ausgabendisziplin und das fantastische Festwetter.» Auch habe die Unterstützung von Gemeinde, Bezirk Schwyz undKanton, die Hilfe des Zivilschutzes und der Armee sowie die Bereitschaft vieler Sponsoren wesentlich zum Erfolg beigetragen.

Erfolgsrezept

OK-Präsident Ständerat Bruno Frick, Einsiedeln, sieht es genau gleich: «Unser Erfolgsrezept war die gute Zusammensetzung des OKs». Es sei vor allem gelungen, die Begeisterung der Schwyzer Trachtenleute mit dem Können und der Erfahrung externer Fachleute zu verbinden. So sei ein grossartiges Fest zustande gekommen, «der besuchermässig grösste Anlass, der in Schwyz je stattgefunden hat». Das Trachtenfest hat an den drei Tagen vom 4. bis 6. Juni 2010 rund 80 000 Besucher und 10 000 aktive Trachtenleute aus der ganzen Schweiz und aus fünf Gastländern erlebt. Höhepunkte waren der Trachtenweg, die bunten Unterhaltungsprogramme, der grosse Umzug und vor allem die ganze Fest- und Tanzfreude.

OK wird aufgelöst

Nach der Auszahlung aller Beiträge und nach einer Schlussrevision wird die Rechnung zu den Akten gelegt. Anschliessend wird sich das OK formell auflösen, und der als Trägerschaft gegründete Verein wird im Handelsregister wieder gelöscht. Bis Ende 2011 sollte dies der Fall sein.

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Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

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Publiziert am

16.02.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/gQGZsM