Ausdrucksstarker Damir Dantes: Das Telefonat von Frauen ist meist etwas emotionaler und dauert in der Regel etwas länger. Bild Severin Marty
Ausdrucksstarker Damir Dantes: Das Telefonat von Frauen ist meist etwas emotionaler und dauert in der Regel etwas länger. Bild Severin Marty

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Warum ist Mann nicht wie Frau?

Mann und Frau sind eben doch nicht gleich. Dies wurde rund 60 Zuschauerinnen und Zuschauern im Chupferturm auf höchst amüsante Weise vor Augen geführt: Gekonnt brachte Damir Dantes die verbreitetsten Geschlechterklischees pantomimisch zum Ausdruck.

Geht es nach Dantes, so vermögen Frauen nur durch viel Geduld und weibliche Reize ihre Männer vom übertragenen Fussballspiel wegzulocken. Hingegen wird von den Männern bei Shoppingtouren viel Ausdauer und starke Nerven abverlangt. Mit viel Witz und Humor wusste Dantes solche geschlechtlichen Verhaltensstereotypen letzten Samstagabend auf die Bühne des Chupferturms zu bringen.

Facettenreiches Auftreten

Ob bei der Darstellung von Alltagssituationen wie einer Autofahrt, der täglichen Dusche oder im Bett – mit facettenreichem Ausdruck begeisterte der Künstler das Publikum: «Ich hätte nicht gedacht, dass man diese Problematik allein durch Gestik und Mimik darzustellen vermag», meinte Lukas Weber aus Gersau. Dantes’ «Frauen sind anders, Männer auch» ist stark von heiterer Komik durchzogen. Doch gerade in der poetisch-melancholischen Schlussszene «die Blume» rückte der Künstler das Konfliktpotenzial einer Beziehung in ein anderes Licht. Schliesslich verlieh er mit dieser ergreifenden Darstellung der Geschlechterproblematik einen versöhnlichen Schluss.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

28.03.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/9N9Usq