Bogenhalle wird verglast: Dadurch gewinnt man Raum, unter anderem auch für eine Cafeteria, welche durch den lauschigen grünen Vorplatz unter freiem Himmel erweitert werden kann. Bild Franz Steinegger
Bogenhalle wird verglast: Dadurch gewinnt man Raum, unter anderem auch für eine Cafeteria, welche durch den lauschigen grünen Vorplatz unter freiem Himmel erweitert werden kann. Bild Franz Steinegger

Dies & Das

«Wintergarten» für Bogenhalle

Das Bundesbriefmuseum wird umgebaut und erweitert. Die markanteste Änderung betrifft den Eingangsbereich: Die Bogenhalle wird verglast. Damit gewinnt man mehr Platz – auch für eine Cafeteria –, und es können Abläufe optimiert werden.

1999 wurde die Gebäudehülle des Bundesbriefmuseums saniert, die Technik erneuert und die Ausstellungshalle neu gestaltet. Der Bundesbrief steht immer noch in einer Einzelvitrine im Mittelpunkt, gilt aber aufgrund neuer Forschungserkenntnisse nicht mehr als «heilige Verfassungscharta», sondern als erstklassiges, im Original nur in Schwyz erhaltenes Kulturobjekt.

Mehr Platz

Nun steht der nächste Modernisierungsschub an. Der Kantonsrat hat letztes Jahr einen Kredit von 2,6 Mio. Franken bewilligt, mit dem bauliche Mängel behoben, die betrieblichen Abläufe optimiert und die Sicherheit verbessert werden kann. Experten der Kantonspolizei sprachen sogar von «erheblichen sicherheitstechnischen Mängeln». Um den akuten Platzmangel zu beheben, wird die Bogenhalle verglast. Im dadurch gewonnenen zusätzlichen Raum wird der Empfangs- und Informationsschalter eingerichtet, ein Museumsladen und die Garderobe installiert. Gleichzeitig wird eine Cafeteria mit rund 30 Sitzplätzen hergerichtet, welche auch als Apéroraum dient mit der Möglichkeit, bei schönem Wetter draussen auf der Wiese wie auf einer Terrasse zu sitzen.

Ausstellungsgut besser schützen

Ein Teil der Magazinräume auf der Westseite des Gebäudes wird zu einem Platz für Sonderausstellungen umgebaut. Im anschliessenden Annexbau entsteht ein Vortragssaal für 50 Personen mit einem separaten Projektorraum. Die Büros bleiben bestehen. Im oberen Ausstellungsraum werden die Fahnenvitrinen ersetzt, der Bundesbrief bleibt in seiner Einzelvitrine. Das Ausstellungsgut wird durch neue Fenster besser vor Diebstahl und Beschädigung geschützt. In diesem sogenannten Bündnissaal wird die Dauerausstellung «Bündnispolitik der Alten Eidgenossenschaft bis 1513» eingerichtet, im Eingangsbereich im Erdgeschoss findet die Ausstellung «Erinnerungskultur des 19. und 20. Jahrhunderts» Platz. Schliesslich erhält das Bundesbriefmuseum auf der Nordseite einen Lift, und es wird gegen Erdbeben verstärkt. Die Pläne liegen derzeit öffentlich einsehbar auf der Bauverwaltung Schwyz auf.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

26.04.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/tJGhtj