Dani Häusler geht zusammen mit seinen Kollegen von den Hujässlern musikalisch immer der Nase nach. Bild Archiv SKP
Dani Häusler geht zusammen mit seinen Kollegen von den Hujässlern musikalisch immer der Nase nach. Bild Archiv SKP

Dies & Das

«Wir sind unserer Grundidee nochmals nähergekommen»

Dani Häusler von den Hujässlern sagt, warum die Zeit reif ist für eine neue CD und warum junge Vertreter der Volksmusik die Hujässler nicht kopieren sollen.

mit Dani Häusler sprach Silvia Camenzind

Acht Jahre sind seit der letzten CD vergangen.Eine lange Zeit. Warum?

Zur Verteidigung möchte ich anfügen, dass wir 2010 noch eine kleine CD gemacht haben für den Film «Wätterschmöcker». Dann haben wir 2011 eine für uns grössere Tournee durch die Schweiz gemacht und schon einige neue Stücke im Programm gehabt. Dann hat es sich allerdings verzögert. Wir wollten zuerst die Aufnahmen selber zu Hause machen – das hat dann nicht funktioniert. Vor einem Jahr dann haben wir wie früher das Tonstudio reserviert, jetzt ist die CD da. Für unser Gefühl haben wir aber den richtigen Zeitpunkt gefunden. «Mälchfett»,unsere CD aus dem Jahr 2007, war ein grosser Höhepunkt unserer Musik. Da mussten wir uns schon etwas überlegen.Jetzt sind wir mit «HujArt» sehr glücklich.

Ist die Musik gereift?

Ja. Wir spielen alle mit verschiedensten Musikern und lernen immer viel hinzu. Wir hinterfragen unsere Stücke auch mehr als vor zehn Jahren.Wir finden, dass wir den Hujässler-Stil noch vertieft und gefestigt haben. Wir sind noch näher an unserer gemeinsamen Bestimmung.

Die neue CD wird heute Abend um 20.15 Uhr im MythenForum präsentiert. Warum soll das Publikum diesen Anlass besuchen?

Wegen unserer Musik. Sie sagt eigentlich alles aus.Wie schon erwähnt,finde ich, dass wir unserer Hujässler-Grundidee nochmals nähergekommen sind. Es ist ein Überraschungsgast angekündigt.

Können Sie etwas verraten?

Es ist kein Gastmusiker, sondern ein Kabarettist.

«HujArt» heisst die neue CD. Wie kamen Sie darauf?

Es ging noch nie so lange, bis der Titel klar war. Wir haben monatelang immer wieder darüber diskutiert. «HujArt » stellt uns jetzt aber total zufrieden. Auf die eine Seite meinen wir unsere Art, auf die andere sehen wir unsere Musik aber auch als Kunst. Die Hujässler treten nach der Taufe der neuen Scheibe erst im Juni wieder im KKL auf.

Macht sich die Formation rar oder sind Sie als Berufsmusiker alle viel beschäftigt?

Wir sind viel beschäftigt. Aber wir wollten die CD nicht wieder verschieben, bis wir genug Zeit für eine Tournee haben. Darum auch das MythenForum, obwohl der Saal ja eigentlich zu gross ist für uns. Im Pop-Rock-Bereich ist mit CDs kein Geld mehr zu verdienen.

Die Bands müssen, um über die Runden zu kommen, auftreten. Ist das bei der neuen Volksmusik auch so?

Ja. Mit dem kleinen Unterschied, dass wir noch nie an einer Produktion Geld verdient haben, sodass wir nicht auftreten mussten. Es ist aber, seit es uns gibt, so, dass wir genug CDs verkaufen, um unsere Produktionen selber bezahlen zu können. Zudem fällt von Zeit zu Zeit ein Bonus ab, den wir aber meistens gemeinsam investieren. Zum Beispiel in unsere Huj-Group-GV alle drei Jahre, das lassen wir uns etwas kosten.

Dank den Vorreitern Hujässler gibt es die neue Volksmusik. Hat sich das so entwickelt, oder es war Ihnen und Markus Flückiger von Beginn an bewusst?

Wir haben schon gespürt, dass wir musikalisch etwas zu sagen haben. Aber wir folgen eigentlich immer unserer Nase, und hoffen auf die Begeisterung unserer kleinen, aber feinen Fan-Gemeinde.

Die Hujässler sind Inspiration und Vorbild vieler junger Vertreter der Volksmusik. Macht Sie das stolz?

Ja, das freut uns schon. Aber sie sollen uns nicht kopieren,sondern ihren eigenen Weg suchen. Das gelingt auch immer wieder. Vor allem im Umkreis der Volksmusik-Ausbildung an der Hochschule Luzern entstehen viele tolle Projekte. Den Traditionalisten sind die Tänze der Hujässler zu wenig rund.

Wurden Sie von Verfechtern der traditionellen Volksmusik je verbal angegriffen?

Wer das findet, kennt unsere Musik nicht. Wir können sehr rund spielen. Dass wir angegriffen werden, ist zu hoch gegriffen. Aber es gab vor allem in der Anfangszeit einige nicht sehr erfreuliche Briefe.Heute aber weiss man, dass wir alle ganz vieles für die traditionelle Ländlermusik machen. Markus Flückiger mit Rampass, ich zum Beispiel mit den Gupfbuebä.

Erschliessen Filme wie «Wätterschmöcker » von Thomas Horat, zu dem

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

29.04.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/crhJ2i