Grüne und zu oft einsame Ital-Reding-Hofstatt mitten in Schwyz: Die Stiftung möchte sie umbauen, attraktiver machen und wie einen Park nutzen. Bild Josias Clavadetscher
Grüne und zu oft einsame Ital-Reding-Hofstatt mitten in Schwyz: Die Stiftung möchte sie umbauen, attraktiver machen und wie einen Park nutzen. Bild Josias Clavadetscher

Dies & Das

Wird Reding-Hofstatt zu einem Park?

Die Ital-Reding-Hofstatt in Schwyz soll attraktiver werden. Dazu plant die Stiftung eine Umgestaltung, am ehesten in Richtung eines Parks. Dies würde heissen, dass Grossanlässe kaum mehr Platz hätten.

Es ist nicht zu übersehen: Die grosse Ital-Reding-Hofstatt wird, obwohl öffentlich zugänglich, von der Bevölkerung auch nach 30 Jahren seit der Öffnung im Alltag kaum genutzt. Wie Stiftungspräsident Patrick von Reding, Schwyz, an der gestrigen Stiftungsversammlung betonte, «muss dies geändert werden».

Grün, verkehrsfrei und zentral

Die grüne, verkehrsfreie und gepflegte Umgebung mitten im Zentrum von Schwyz müsse mehr genutzt werden. Dazu soll die Hofstatt attraktiv umgestaltet werden. Die Stiftung hat eine Planung in Auftrag gegeben. Als Erstes wird eine Bedarfsanalyse erstellt. Dann wird eine Fachjury eingesetzt und schliesslich eine Projektgruppe einer Universität oder Fachhochschule mit der Ausarbeitung konkreter Vorhaben und der Ausführung beauftragt. Gemäss von Reding ist die Stiftung bereit, in diese Umgestaltung erhebliche Mittel zu investieren. Da zuerst aber der Museumsteil erneuert werden soll, werde man darum die Umgestaltung der Aussenflächen eher langsam angehen.

Was passiert mit Grossanlässen?

Die Sorgen sind aber trotzdem schon da. Sollte eine Umgestaltung in Richtung einer Parklandschaft mit grosser Bepflanzung gehen, so würde das die bisherige Nutzung bei Grossanlässen tangieren. Josef Märchy, OK-Präsident des bevorstehenden «Gmeindsfäscht » verwies auch auf die Chilbi, Freilichtinszenierungen oder Grosszelte bei Tagungen. Diese Aspekte werde man in die Planung einbeziehen, sicherte Stiftungspräsident von Reding zu. Umgekehrt verfüge die Gemeinde Schwyz über eine Reihe weiterer Plätze, die sie nutzen könne. Es könne schliesslich nicht sein, so von Reding, dass die Gemeinde Veranstaltungen von ihren eigenen Plätzen auslagere – wie die Chilbi vom Herrengass-Schulhaus – und die Stiftung dann im Falle von schlechter Witterung «während zwei Monaten einen Acker vor der Türe habe».

Zuerst in Museumsteil investieren

Vorerst allerdings soll in den Museumsteil investiert werden. Das bisherige Stallgebäude wird zu einem Empfang mit Teilmuseum und damit zu einem «nutzbaren Haus» ausgebaut. Die entsprechenden Baukosten sind budgetiert und bewilligt. Auf die Bauausschreibung hin ist keine Einsprache eingereicht worden. Ebenfalls sind 2011 für mehr als 70 000 Franken Unterhaltsarbeiten budgetiert. Diese Investitionen haben eine Abkehr von der bisherigen Finanzstrategie bewirkt. Zuerst wollte die Stiftung die restlichen 750 000 Franken Fremdkapital in weiteren drei Tranchen abbauen. Jetzt wird wieder investiert.

400 Jahre Ital-Reding-Haus

Das Ital-Reding-Haus wird 2012 genau 400 Jahre alt, das Haus «Bethlehem» 725 Jahre alt. Das wird mit einem speziellen Jahresprogramm gefeiert.Es ist kein solitäres, riesiges Fest geplant, sondern durch das ganze Jahr hindurch verteilt ein gestaffeltes Jubiläumsprogramm, wie Stiftungsrat Iwan Marty erklärte. Dieses Konzept sieht vor, dass Anfang Saison das Jubiläumsjahr mit einem Starttag eröffnet wird. Dabei wird auch das «Zeitzeugenprojekt» als Attraktion vorgestellt. Zweitens ist ein Kinder- und Familientag vorgesehen sowie dann als Hauptanlass ein eigentlicher Stiftungstag, an dem auch die Generalversammlung stattfinden wird. Beendet wird das Jubiläumsjahr mit einem Finale. Daneben werden all die traditionellen Veranstaltungen im herkömmlichen Jahresprogramm 2012 ebenfalls ihren Platz finden. Alle Veranstaltungen richten sich an die gesamte Bevölkerung.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

25.06.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/KEqtY8