Wird am Festival sein: Regisseur Michael Krummenacher. Archivbild Edith Meyer
Wird am Festival sein: Regisseur Michael Krummenacher. Archivbild Edith Meyer

Film

«Gespannt, wie der Film beim heimischen Publikum ankommt»

Michael Krummenachers Film «Heimatland» wird erstmals in Schwyz gezeigt. Der Regisseur wird den Zuschauern im Anschluss Rede und Antwort stehen.

MIT MICHAEL KRUMMENACHER
SPRACH NICOLE AUF DER MAUR

«Heimatland» feiert – nach Locarno, Bern, Zürich und Biel – Premiere in Schwyz. Sie wird als eine exklusive Surprise-Premiere angekündigt. War das so nicht geplant?

Doch, es war immer geplant, dass es in der Region Schwyz eine Vorpremiere zu «Heimatland» geben wird. «Klappe! Die Erste» bietet uns jetzt die perfekte Gelegenheitdafür. Ichpersönlich finde es toll, dass dieGalerieamLeewasserden Fokus auf den Zentralschweizer Film legt, und mirbedeutetesviel, «Heimatland» in diesemRahmen zum ersten Mal in meiner alten Heimat präsentieren zu können.

Werden Sie und die lokalen Hauptdarsteller vor Ort sein?

Auf jeden Fall. Wir sind alle gespannt, wie der Film beim heimischen Publikumankommt, und gerne werde ich im Anschluss Rede und Antwort stehen zum Film und zu seiner Entstehung. Dies ist sicherlich eineguteGelegenheit, mehr über diesen einzigartigen Schweizer Film zu erfahren und zumindest einige der vielen Gesichter, die hinter dem Filmstecken,persönlichkennenzulernen.

Die Premiere findet in einem grösseren Raum statt, wo genau, ist noch nicht bekannt...

Ich finde es grossartig, dass Franziska Amstad von der Galerie am Leewasser und Benno Camenzind vom Kino Schwyz die Mühe auf sich genommen haben, für «Heimatland» einen grösseren Rahmen zu schaffen, undhoffe, dass dies durch grosses Publikumsinteresse belohnt wird. Darüber hinaus wünsche ich mir natürlich, dass sichdas Interesse an «Heimatland» im Talkessel hält, da der Film bald im regulären Programm des Kinos Schwyz gespielt wird.

«Heimatland» ist für Sie ein ganz spezieller Film geworden.

«Heimatland» ist nichtnur fürmich persönlich ein sehr spezieller Film geworden, auch generell denke ich, dass «Heimatland» ziemlich anders ist als vieles, was man mit Schweizer Filmen verbindet. Es ist ein junges, mutiges Experiment, das auf die Kinoleinwand gehört. Und ich hoffe sehr, dassmöglichst viele Leute im Raum Schwyz die Gelegenheit nutzen werden, den Film auch in diesem Rahmen zu erleben.

Der Film besteht aus Sequenzen verschiedener Regisseure. Wie lange fällt Ihre Geschichte im Film aus?

«Heimatland» sollte von Anfang an nie eine Kurzfilmsammlung werden, in der ein Kurzfilm auf den anderen folgt. In dem halben Jahr, in dem der Film geschnitten wurde, ist «Heimatland» dann noch viel stärker zusammengewachsen. «Heimatland» ist ein Film mit einer Gesamtaussage. Wir haben bewusst darauf verzichtet, zumarkieren,werwelche Sequenzen gedreht hat, damit die Einheit des Films und vonuns als Kollektiv stärker zur Geltung kommt. Die einzelnen Geschichten treten beim Schauen des Filmszwarimmerwieder präsent in den Vordergrund, fügen sichaber dann wieder ins grosse Ganze ein. Für mich als Macher ist nur noch wichtig, dass der ganze Film seine Wirkung entfaltet.

Werden Sie sich selber auch einen Film am Event «Klappe! Die Erste» ansehen?

Ich werde auf jeden Fall auch anwesend sein, wenn am 31. Oktober «Sibylle» gezeigt wird. «Sibylle» war mein Abschlussfilm an der Filmhochschule, feierte Anfangdes JahresWeltpremiereauf der Berlinale und wird Anfang 2016 in die deutschen Kinos kommen. Seit seiner Premiere wurde der Film auf vielen Festivals weltweit gezeigt, aber noch nie im RaumSchwyz. Ausserdem werde ich versuchen, die Gelegenheit zu nutzen, um «Den schwarzen Tanner» wieder einmal zu sehen, da ich Xavier Kollers frühe Filme gerne mag.

Ein bunter Strauss an Zentralschweizer Filmen wird in der Galerie am Leewasser gezeigt. Tickets können unter info@galerie-am-leewasser.ch reserviert werden. Tickets von «Heimatland» gibt es unter www.kinomythenforum.ch. Alle Filme unter www.galerie-am-leewasser.ch.

Bote der Urschweiz (Nicole auf der Maur)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Film

Publiziert am

27.10.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/d7B9Em