Junge Schwyzer mit Film-Premiere - 1

Film

Junge Schwyzer mit Film-Premiere

Während gut zwölf Tagen verfilmten zwei Schwyzer und ein Urner in Innerschwyz die «Roland-Sage».

Historische Themen und Sagen haben den 24-jährigen Schwyzer Andreas Christen schon seit jeher fasziniert. Schon seine erste grosse Filmproduktion, die 2005 zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt wurde, war eine einstündige Mischung aus mittelalterlichen Sagen. Nun hat er mit seinem Filmverein «Film Association Sisikon» (Fas) erneut eine Sage gedreht.

Drei im Bunde

«Der Altdorfer Ramon Wipfli, der schon im vorherigen Film eine Rolle gespielt hatte, stand plötzlich mit einem Drehbuch vor mir. Er hat mir eine veränderte Form der Roland-Sage vorgelegt», so Christen. Als Dritter im Bunde stiess der Schwyzer Ramon Kündig hinzu, der als Abgänger des Konservatoriums für das Komponieren der Filmmusik zuständig war. Man habe dann gemeinsam am Drehbuch gefeilt und schliesslich in einem Zeitraster von einem Jahr zwölf Tage lang gedreht. Rund 90 Personen waren am Dreh beteiligt – von der Regie, über die Hauptdarsteller bis hin zum Statisten.

Acht Liter Filmblut an einem Tag

Entstanden sei ein 85-minütiger Amateurfilm, der rund 2000 Franken gekostet habe. Von den Kosten der Filmmusik abgesehen – die Rechte der Samples für die orchestrale Musik seien nämlich «im Vergleich sehr teuer» gewesen, wie Christen sagt. Ansonsten habe man die Kosten mit einfacheren Mitteln im Zaum halten können. «Wir haben für unsere Bekleidung zum Beispiel Jutesäcke oder Leintücher verwendet. Auch das Filmblut sei nicht allzu teuer gewesen. Zum Glück: Am letzten Drehtag habe man davon nämlich rund acht Liter gebraucht.

Das Thema

Die Roland-Sage basiert auf dem Kampf Kaiser Karls des Grossen und seiner Paladine, darunter der Markgraf Roland (Karls Neffe), gegen die moslemischen Mauren in Spanien. Der Sage zufolge werden Roland und seine Gefolgsleute, welche die Nachhut von Karls Heer bilden, bei Roncevalles vom maurischen Heer überfallen, und da Roland aus Stolz zu lange zögert, bevor er mit einem Stoss in sein Horn Olifant Karls Heer zu Hilfe ruft,werden alle getötet. Die Schwyzer und Urner Filmemacher haben die Roland-Sage stark verändert.

Filmpremière

3. Oktober 2009
um 19.15 Uhr
in derAula der
Kantonsschule
Kollegium Schwyz


Infos

www.fasstudios.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Film

Publiziert am

26.09.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/unF9Xr