Der Dreh hat begonnen: Die Schauspieler Mark Waschke, Lena Klenke, Claude Heinrich und Christiane Paul (vorne von links nach rechts), hintere Reihe die Regisseure Stefan Ruzowitzky und Michael Krummenacher, Kameramann Benedict Neuenfels, Produzent Rafael
Der Dreh hat begonnen: Die Schauspieler Mark Waschke, Lena Klenke, Claude Heinrich und Christiane Paul (vorne von links nach rechts), hintere Reihe die Regisseure Stefan Ruzowitzky und Michael Krummenacher, Kameramann Benedict Neuenfels, Produzent Rafael

Film

Krummenacher dreht TV-Serie

Was würde man in den letzten acht Tagen machen, bevor ein Asteroid in die Erde einschlägt? Dieser Frage geht die Sky-Serie «Acht Tage» nach. Der Schwyzer Michael Krummenacher führt Regie.

Michael Krummenacher führt gemeinsam mit Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky («Die Fälscher») Regie bei einer neuen TV-Serie. Die achtteilige Serie – eine Eigenproduktion des Pay- TV-Senders Sky Deutschland – erzählt die vermutlich letzten acht Tage der Menschheit. Die Dramareihe entsteht gemeinsam mit der Münchner Produktionsfirma Neuesuper. Der Drehstart hat begonnen, es wird überwiegend in Berlin gedreht. Im Mittelpunkt der Serie steht eine deutsche Familie, aus deren Sicht die Ereignisse geschildert werden.

Letzte acht Tage

Jede Episode bildet dabei einen der letzten acht Tage ab. Mit der exklusiven Erstausstrahlung auf Sky wird für Herbst 2018 gerechnet. «Die Idee zur Serie kam von Rafael Parente, Produzent und Showrunner. Danach entstanden die Drehbücher in einem sogenannten Writers Room, also mit mehreren Autoren», erklärt Michael Krummenacher, der gemeinsam mit Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky die Regie führen darf. Hinter der Produktionsfirma Neuesuper stehen Simon Amberger, Korbinian Dufter und Rafael Parente, die alle drei an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) in München studierten. Frank Jastfelder, Director Drama Production bei Sky Deutschland, sagt zur Idee: «Das Konzept von ‹Acht Tage› hat uns sofort begeistert, weil sich jeder unmittelbar die Frage stellt, wie er oder sie selbst in solch einer extremen Situation reagieren würde. Auf diese Frage liefert ‹Acht Tage› emotionale, immer wieder überraschende und hochgradig dramatische Antworten – und das fernab aller Hollywood-Klischees.»

Ganz Europa ist auf der Flucht

Die Geschichte: Ein riesiger Asteroid rast auf die Erde zu. Die Aufprallzone liegt mitten in Europa. Die Chance, hier zu überleben: gleich null. Ganz Europa ist jetzt auf der Flucht. Doch gibt es tatsächlich ein Entkommen? «Acht Tage» erzählt die Geschichte des drohenden Weltuntergangs aus der Perspektive einer Berliner Familie. Vor dem Hintergrund der Katastrophe brechen verborgene und offene Konflikte auf. Widersprüchliche Nachrichten über die Lage der Nation oder vermeintlich ausgeklügelte Rettungsstrategien führen dazu, dass die Menschen zwischen Hysterie und Verharmlosung schwanken. Während die einen alle Masken fallen lassen, um sich selbst zu retten, wachsen die anderen über sich hinaus. Am Ende stellt sich für alle nur die eine Frage: Was ist dir im letzten Augenblick wirklich wichtig? «Durch den internationalen Erfolg von amerikanischen Drama-Serien hat sich der Fernsehmarkt in den letzten Jahren stark verändert und ist immer interessanter für moderne, gewagtere Erzählformen geworden. ‹Acht Tage› steht ganz in dieser Tradition, und ich freue mich sehr, Teil dieses wirklich aussergewöhnlichen Projekts zu sein», sagt Michael Krummenacher.

Bote der Urschweiz (Nicole Auf der Maur)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Film

Publiziert am

03.08.2017

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schwyzkultur.ch/3wBQSA