Emi Oshikawa Geis: Ausdrucksstark haucht sie Geschichten Leben ein und macht so japanische Kunst verstehbar. Bild Désirée Schibig
Emi Oshikawa Geis: Ausdrucksstark haucht sie Geschichten Leben ein und macht so japanische Kunst verstehbar. Bild Désirée Schibig

Kunst & Design

Ein japanisches Märchen zur Finissage

Am Samstag war letzte Gelegenheit, die Sommerausstellung in der Ital-Reding-Hofstatt zu besichtigen. Dabei servierte Emi Oshikawa aus Schwyz einen kulturellen Leckerbissen der besonderen Art.

Fünf Künstlerinnen zeigten während drei Monaten ausgewählte Werke im Innen- und Aussenbereich des Ital-Reding-Hauses. Heidemarie Schellwanich, Franziska Ripphausen, Katrin Odermatt, Susan Muff-Sprenger und Marianne Büttiker nutzten die Gelegenheit gern und zeigten während drei Monaten ausgewählte Werke in diesem «Temporären Kunsthaus » mitten in Schwyz. In der vielseitigen Gruppenausstellung waren die modernen Werke auf dem ganzen Areal verteilt zu entdecken und luden die Betrachterinnen und Betrachter so zu einem spannenden Dialog mit der Umgebung und ihrer Geschichte ein. Schade nur, dass während dieser Zeit drei der Werke vonVandalen zerstört wurden.Trotzdem bleibt zu hoffen, dass in zwei Jahren wieder eine attraktive Gruppenausstellung möglich wird.

Japanisches Märchen mit Tiefgang

Zur Finissage führte die in Schwyz wohnhafte Emi Oshikawa Geis ein Lesetheater auf. Im Keller des Ital-Reding- Hauses las sie die sinnige Geschichte von Otsubel und dem weissen Elefanten des bekannten japanischen Dichters Kenji Miyazawa vor. Emi Oshikawa bot dem Publikum eine besondere Gelegenheit, sich der japanischen Sprache und Kultur anzunähern. Oshikawa, die in Japan Schauspiel studiert hat, dramatisierte die Geschichte gekonnt, las das Märchen gut akzentuiert und mit ausdrucksstarker Stimme und Mimik vor. Parallel wurden dieWorte in der deutschen Übersetzung zum Mitlesen an dieWand projiziert. Zum Schluss verabschiedete sich die Erzählerin maskiert und tanzend von ihrem Publikum und setzte so einen gelungenen Schlusspunkt unter das «Temporäre Kunsthaus» Schwyz.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

21.10.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/YwQDNB