Jetzt ein Buch übers Wandern: Die Ibächler Autorin Blanca Imboden mit ihrem neuen Roman.
Jetzt ein Buch übers Wandern: Die Ibächler Autorin Blanca Imboden mit ihrem neuen Roman.

Literatur

Autorin lässt Deutsche loswandern

Blanca Imboden findet Wandern inzwischen zwar nicht mehr doof. Dennoch hat sie einen Frauenroman mit genau diesem Titel verfasst und eine neue Verlegerin gefunden.

Blanca Imboden ist eine gefragte Frau und gerade viel unterwegs. Eben ist ihr neues Buch in einem neuen Verlag erschienen. Das Buch heisst «Wandern ist doof – ein Kreuzworträtsel mit Folgen», und dafür jagt die Teilzeit-Redaktionssekretärin von einem Interviewtermin zum nächsten, von der Radiostation zur Wochenzeitschrift. Das sei spannend schön und extrem aufregend, erzählt sie begeistert. Ebenso begeistert ist sie, die zuvor eine unter sehr vielen im Piper-Verlag war, von ihrem neuen kleinen Verlag. «Da ist jemand, der schaut zu mir», sagt sie über Wörterseh in Gockhausen. Ihre neue Verlegerin heisst Gabriella Baumann-von Arx, ist die Frau von Frank Baumann und selber Autorin von Biografien. Sie schrieb über Lotti Latrous oder Ueli Steck. Und wenn Blanca Imboden am 6. Juni auf dem Gipfel des Fronalpstocks Buchvernissage feiert, wird Ventilator Frank Baumann das Ereignis moderieren.

An Lebensfreude zugenommen

Bis vor drei Jahren war Blanca Imboden ein Bewegungsmuffel, lag lieber in der Hängematte und verschlang Bücher oder sass am Computer und schrieb an ihren Romanen. Und dann der Wandel. Zu verdanken hat sie dies Bernadette Kälin-Wetterwald aus Morschach. «Du musst dich bewegen», sagte Kälin vor drei Jahren zu der Autorin, die den Rat zwar erst widerwillig, dann immer überzeugter befolgte: «Sie veränderte mich: Aus einem eingefleischten Bewegungsmuffel wurde ein Wandervogel.» Blanca Imboden, bekannt dafür, dass sie ihre Gewichtsprobleme selbstironisch thematisiert, sagt: «Nein ich habe damit nicht abgenommen. Aber was extrem zugenommen hat, ist meine Lebensqualität, meine Lebensfreude.»

Deutscher Blick auf Morschach

Im Buch geht es um eine Frankfurter Hotelangestellte, die Wanderferien in Morschach gewinnt. Da sie Wandern doof findet, tritt sie die Reise nur widerwillig an, zumal das Ferienerlebnis an Fasten im Kreise von Singles gekoppelt ist. Das gibt der Autorin genug Stoff, um den Kampf ums Abnehmen und denBeziehungsknatsch in der Gruppe – wer mit wem – zu thematisieren, wie immer geschrieben in süffigem Stil. Dazu kommt der Blick der deutschen Touristengruppe auf Morschach, auf schwindelerregende Luftseilbahnen und ebensolche Wanderwege, auf exotische Bergler als Wanderleiter und unglaubliche Ereignisse, die der Fantasie der Autorin entspringen. Nur der Schauplatz ist wirklich, alle Figuren sind fiktiv.

Alles übers Buch unter www.wandern-ist-doof.ch


Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

17.04.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/cHCiqa