Einfach-Lesen-Verlegerin Rosmarie Bernasconi (links) befragte die Autorin Edith Schelbert-Bisig. Bild: Silvia Camenzind
Einfach-Lesen-Verlegerin Rosmarie Bernasconi (links) befragte die Autorin Edith Schelbert-Bisig. Bild: Silvia Camenzind

Literatur

Der Kater, der der Autorin im Nacken sitzt

Gegen 50 Personen besuchten letzte Woche die Buchpremiere von «Body-Jack, dem Muskelflüsterer», dem neuen Buch der Brunner Autorin Edith Schelbert-Bisig.

Die Grossmutter von Autorin Edith Schelbert-Bisig hatte böse Beine und viel Humor. Konnte sie nachts wegen Schmerzen nicht schlafen, besuchte sie den Zirkus. In ihrem Buch «Body-Jack, der Muskelflüsterer» erzählt die Autorin von dieser ersten Begegnung mit Selbstcoaching. Bei der Präsentation des Buches in der Kantonsbibliothek in Schwyz wurde die Autorin von ihrer Verlegerin, der Bernerin Rosmarie Bernasconi, befragt. Auf dem Cover ist ein Kater zu sehen, die Hauptperson des Buches Body-Jack. Die Autorin erklärte, dass alles mit Muskelkater angefangen habe, obwohl sie nur mässig Sport treibe. Dieser sei einfach nicht weggegangen, sie fühlte sich, als sässe ihr ein Kätzchen hinten im Genick. «Jeder, der schon einmal krank war, kommt zu dem Punkt, an dem man nicht mehr dagegen kämpfen kann», erklärte die Autorin dem Publikum weiter. Es gelte, dies anzunehmen und sich auf den Entwicklungsprozess einzulassen. Edith Schelbert-Bisig berichtete offen, wie schwer das war und wie wichtig es war, den Humor nicht zu verlieren. Das Bild des Katers habe ihr durch die schwierige Zeit geholfen: «Wie ein nasses Tuch lag er im Nacken, er kam und ging.» Und er sprach zu ihr. Als die Autorin aus dem Buch las, kommentierte die Verlegerin lachend: «Die zwei». Was aufzeigt, dass Kater und Autorin eng verbunden waren, einander brauchten und nicht losliessen.


Es geht um mehr als die physische Gesundheit


Doch wer soll dieses Buch lesen? «Es könnte Menschen interessieren, die selbst in einer schwierigen Zeit stehen und versuchen, mit ihrer Krankheit umzugehen», erklärte die Autorin. Es könnte auch Leute interessieren, die das Wesen von Katzen mögen. Es gehe nicht nur um die physische Gesundheit, sondern auch um die Psyche, um das Ganze. Im zweiten Teil des Buches findet man sieben Botschaften des Katers. Die Autorin betont, dass diese nicht moralisierend gemeint seien, sondern als eine Inspiration, den eigenen Weg zu finden.


Bote der Urschweiz / Silvia Camenzind

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

27.05.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/W3jPqb