Auf Inglins Spuren am Schwyz-Rundgang (vor Kantonsbibliothek), wo Inglins Nachlass liegt: Daniel Annen, der eine viel beachtete Dissertation über «Die Welt in Ingoldau» schrieb, führte die Interessierten an die Originalschauplätze. Bild D. Schibig
Auf Inglins Spuren am Schwyz-Rundgang (vor Kantonsbibliothek), wo Inglins Nachlass liegt: Daniel Annen, der eine viel beachtete Dissertation über «Die Welt in Ingoldau» schrieb, führte die Interessierten an die Originalschauplätze. Bild D. Schibig

Literatur

Ein neuer Verlag für Inglin-Werke

Am Donnerstag wurde in der Kantonsbibliothek Schwyz die Inglin-Tagung zum 40. Todestag des Dichters eröffnet. Gezeigt wurden Originalpapiere aus dem Nachlass. Neu veröffentlicht der Limmat Verlag Inglins Werk.

Meinrad Inglin hatte nach dem Tod seiner Frau seine Papiere geordnet und eine testamentarische Verfügung getroffen: Seine Bücher und den gesamten literarischen Nachlass vermachte er der Kantonsbibliothek Schwyz. Aus dem Legat, das der Dichter selber für spätere Neudrucke seiner Werke eingerichtet hatte, wurde gemeinsam mit dem Atlantis Verlag die Meinrad-Inglin-Stiftung errichtet. Seither kümmert sich diese Stiftung um Inglins Vermächtnis, unterstützte zum Beispiel die Gesamtausgabe des Ammann Verlags und leistete wiederholt Druckbeiträge an wissenschaftliche Arbeiten über Inglins Werk. Es ist denn auch diese Stiftung, welche die Inglin-Tagung in Schwyz organisierte.

Originalpapiere gezeigt

An der Eröffnungsveranstaltung in der Kantonsbibliothek Schwyz begrüsste Daniel Annen, Germanist, Stiftungsrats-Mitglied und Mitorganisator, zahlreiche namhafte Inglin-Forscher und Tagungsreferenten. Aus dem Fundus der Kantonsbibliothek wurden Papiere aus dem Inglin-Nachlass gezeigt: Manuskripte, Handschriften, Druckfahnen, Erstausgaben usw. Man konnte sich 1:1 davon überzeugen, wie stark Inglin seine Manuskripte und auch die Druckfahnen jeweils überarbeitete und an seinen Texten feilte, diese zusammenstrich, um sie so zu intensivieren.

Inglin bei Schwyzern beliebt

Von Kantonsbibliothekar Markus Rickenbacher war zu erfahren, dass sich Inglin bei den Leserinnen und Lesern immer noch grosser Beliebtheit erfreut. Die Werke Inglins seien gerade im Hinblick auf die Tagung immer noch sehr gefragt. Etwas anders sieht es mit den Verkaufszahlen aus. So war vom Stiftungsrat zu erfahren, dass es nicht einfach gewesen sei, einen neuen Verlag zu finden, nachdem der Ammann Verlag, der sich die letzten Jahre um die Inglin-Veröffentlichungen kümmerte, 2009 geschlossen wurde. Seit Kurzem ist nun bekannt, dass Meinrad Inglin einen neuen Verlag hat, nämlich den Zürcher Limmat Verlag. Inglins Bücher werden somitdemnächst wieder lieferbar und im Buchhandel erhältlich sein.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

01.10.2011

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schwyzkultur.ch/v68Ji2