Einst Saumpfad, heute Neat - 1

Literatur

Einst Saumpfad, heute Neat

Verkehr verbindet, Verkehr bedeutet Entwicklung und Veränderung. In seiner neuesten Publikation zeigt der Historische Verein Zentralschweiz, wie Verkehrsverbindungen die Entwicklung in den sechs Kantonen mitbestimmt haben.

Bis zur Nutzung mechanischer und maschineller Kraft hat es ein gemeinsames Merkmal allen Verkehrs gegeben: die Langsamkeit. Distanzen auf Hauptstrassen wurden sogar in Marschstunden angegeben und nicht im Metermass. Erst mit der zunehmenden Verbreitung der Motoren ab Mitte des 19. Jahrhunderts hat das geändert. In der historischen Dimension der Verkehrsverbindungen steckt damit unweigerlich politische, Wirtschaftsund Sozialgeschichte. Der Thematik «Historische Verkehrswege der Zentralschweiz » ist die neueste Publikation des «Historischen Vereins Zentralschweiz » gewidmet. Oder populärer gesagt geht es um die Geschichte, um Vergleiche, die Schilderung von Entwicklungen und Erscheinungen in der Zeitspanne «vom Saumpfad bis zur Neat». Veröffentlicht werden acht Beiträge, die an einer Arbeitstagung in Luzern präsentiert worden sind. Ein erster Beitrag von Christoph Merki befasst sich mit der Gestaltungskraft der Wasserwege in der Zentralschweiz. Oliver Landolt behandelt den Strassenbau und den Strassenunterhalt in spätmittelalterlicher Zeit. Das Autoren-Duo Thomas Reitmaier und Gregor Egloff geht schiffsarchäologischen Fällen nach, denn oft waren nicht nur Stürme, sondern auch alkoholisierte Besatzungen die Ursache dafür, dass heute zahlreiche Wracks von Lastschiffen auf dem Grund des Vierwaldstättersees liegen. Hans Ulrich Schiedt schildert Verkehrsbedingungen und -kapazitäten im ausgehenden 18. Jahrhundert, Kilian T. Elsasser das Marketing der Gotthardbahngesellschaft mit dessen Auswirkungen auf das Selbstverständnis der Schweiz. Und Paul Schneeberger hat sich mit Verkehrspolitik rund um die Seetalbahn und die Neat im Kanton Luzern befasst. An einer Vernissage in der Vorhalle des Bundesbriefmuseums Schwyz ist dieser Band gestern Abend präsentiert worden. Der Band wird in einer Auflage von 1300 Exemplaren allen Mitgliedern zugestellt.

«Der Geschichtsfreund»

163. Band 2010 der Mitteilungen des Historischen Vereins Zentralschweiz

Erhältlichbei:

Staatsarchiv Zug
Postfach
6301 Zug
www.hvz.ch





Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

02.09.2010

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www.schwyzkultur.ch/VtLGJi