Spannung in der «Rössli»-Stube: Der Ausserschwyzer Krimiautor Michael Theurillat las eine packende und traurige Geschichte mit Austragungsort Brunnen und Rütli vor. Bild Christoph Jud
Spannung in der «Rössli»-Stube: Der Ausserschwyzer Krimiautor Michael Theurillat las eine packende und traurige Geschichte mit Austragungsort Brunnen und Rütli vor. Bild Christoph Jud

Literatur

Krimiautor Theurillat verbreitete Spannung im «Rössli»

Der Verein «SchwyzKultur+» lud den Ausserschwyzer Krimiautor Michael Theurillat zu einer Lesung nach Schwyz ein. Im kleinen Kreis ging der Schauer durch die Wirtshausstube.

Mit dem Ausserschwyzer Michael Theurillat, der in Siebnen wohnt, seine Wurzeln jedoch in Basel hat, konnte sich ein in der Literaturwelt bekannter Krimiautor den Innerschwyzern vorstellen und einige Müsterchen seines literarischen Schaffens näherbringen. Ist der 50-Jährige bei den Innerschwyzern nicht bekannt, so ist ihm im Gegensatz die Region Schwyz sehr wohl bekannt. An Aufenthalte in Brunnen erinnert er sich gerne.

Tragisches Ende einer Freundschaft

Und so war der Bogen zu der Lesung vom Donnerstag gezogen. Der promovierte Finanzwissenschaftler, der vor zehn Jahren nach einer Auszeit als UBS-Banker nicht mehr in die Welt der Boni zurückgekehrt war, las eine Krimigeschichte mit dem Tatort Rütli vor. Sie handelte von einem Secondo namens Lucca mit italienischen Wurzeln und seinem jungen Freund Marco, einem Bosnien-Flüchtling. Beide arbeiteten im «Brunnerhof» in Brunnen. Der Autor schildert das lockere Verhältnis der beiden Ausländer – Lucca zusätzlich mit Schweizer Pass –, die am 1. August auf das Rütli fahren und die Schweizer Fahne schwingen wollten. Wegen schlechten Wetters unternahm nur Marco die Reise, Lucca lieh im auf seinen Wunsch seine Schweizer Identitätskarte.Am anderen Tag bekam Lucca Besuch von der Polizei, die ihm die traurige Nachricht überbrachte, dass sein Freund, der seinen Ausweis bei sich trug, auf dem Rütli von Rechtsextremen verprügelt und schwer verletzt worden sei. Bei seinem Besuch im Spital Schwyz konnte Lucca seinen Freund Marco bereits nur noch tot auffinden. Mucksmäuschenstill war es im «Rössli»-Saal.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

30.04.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/PYVdgt