Sie spielen gerne und sind verspielt: Stephan Annen, Bibiane Adamschik und Petra Heinzer sind «Remotion».
Sie spielen gerne und sind verspielt: Stephan Annen, Bibiane Adamschik und Petra Heinzer sind «Remotion».

Musik

«Coverbands sind würdiger DJ-Ersatz»

«Remotion» ist eine weitere Musikgruppe im Reigen der zahlreichen Schwyzer Coverbands. Wieso sind Coverbands so beliebt? Das «Bot-au-feu» hat bei Gitarrist Stephan Annen nachgefragt.

Mit Stephan Annen sprach Nicole Auf der Maur.

Bibiane Adamschik, Petra Heinzer und Sie haben zusammen die Coverband Remotion gegründet. Wie kam es dazu?

Bibiane und ich sind ja bereits bei «ABBArtig» gemeinsam tätig. Wir hatten schon einige kleinere Auftritte an Hochzeiten oder privaten Feiern, an welchen ich sie mit der Gitarre begleitete. Diese Auftritte kamen beim Publikum immer sehr gut an. Mit der Zeit beschlossen wir, das Ganze etwas auszubauen, und haben dann mit Petra jemanden gefunden, der uns nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich extrem gut ergänzt.

Wie nehmen Sie Ihre Coverauswahl vor?

Hauptsächlich sind dies Songs, welche bei uns etwas auslösen. Jeder von uns bringt Songvorschläge ein. Diese werden dann einfach mal ausprobiert. Meistens merken wir dann sehr schnell, ob der Song für uns «funktioniert» oder nicht. Damit ein Song schlussendlich den Weg ins Repertoire findet, muss er uns auf irgendeine Weise berühren. «Turpentine» von Brandi Carlile ist so ein Beispiel. Als Petra diesen vorschlug, rannte sie bei Bibiane und mir offene Türen ein …

Sie sind nun bereits in mehreren Coverbands tätig. Tatsächlich sind es deren vier. «ABBArtig» (ABBA-Songs), «Female» (Rock-Covers von Frauenstimmen), «Les Lunettes» (Akkustik-Covers für jede «Hundsverlochete ») und eben neu «Remotion». Wieso Coverbands?

Für mich stellt sich nicht die Frage, ob es Coverbands sind, sondern eher die Frage nach den Mitmusikern. Als Harmoniemensch ist mir die zwischenmenschliche Beziehung in der Band oftmals wichtiger als das Produkt. Ich mache einfach zu gerne Musik und geniesse es, wenn mit Gleichgesinnten etwas entsteht, was mich packt und berührt. Ob dies nun eigene Songs oder Covers sind, ist für mich zweitrangig. Wenn ich sehe, dass es bei mir etwas auslöst, dass Freude und Gänsehaut entstehen, das ist es, was mich antreibt. Wenn es dann auch noch ein Publikum gibt, welches die Musik hören will, umso besser.

Was macht Coverbands beim Publikum so beliebt?

Das Publikum ist begeistert, wenn es bekannte Songs hört, welche unter Umständen auch mitgesungen werden können, sodass es eine gute Party und einen gelungenen Abend hat. Anders gesagt: Eine Coverband ist meiner Meinung nach meistens ein würdiger DJ-Ersatz.

Was ist der Vorteil, Covers zu machen und keine eigenen Songs?

Der Vorteil liegt klar darin, dass das Publikum die Songs kennt und somit auch für die Musik empfänglich ist. Bei eigenen Songs muss man die Leute erst von deren «Qualität» überzeugen.

Folgen bei «Remotion» einmal eigene Songs?

Mit «Remotion» ist dies sicher nicht geplant. Unsere Konzerte finden an kleinen Festivitäten statt, seien dies Hochzeiten, Apéros, Geburtstage, oder dann in Kleinlokalen wie der Gartenlounge vom «Hirschen» usw. Unser erklärtes Ziel ist es, an solchen Anlässen für eine angenehme Stimmung zu sorgen.

Wird es mit der Zeit nicht langweilig, Songs nachzuspielen?

Es gibt Millionen von Songs, aus welchen man auswählen kann, und da ich in so vielen verschiedenen Formationen mitspielen darf, welche sich auf komplett verschiedenen Territorien bewegen, wird mir sicher vorläufig nicht langweilig (lacht).

Was darf man von euren Versionen erwarten?

Speziell bei uns ist sicher die Instrumentierung, reduziert auf das Notwendige. Mit nur zwei Instrumentalisten und (ab und an) einem Drumcomputer bringen wir die Songs in einem intimeren Rahmen rüber. Dafür setzen wir auf den dreistimmigen Gesang und kleine Akzente, wie die Ukulele oder die Mundharmonika. Um dann plötzlich doch wieder einen knalligeren Song rauszuhauen … Die Mischung ist bunt. Unsere Stärke ist unsere Vielseitigkeit. Wir können voll akustisch auftreten (drei Gesänge, zwei Gitarren) im Sinne von Strassenmusik, aber auch verstärkt mit Anlage und Drumcomputer. Je nach Anlass passen wir das Repertoire dem Auftritt an.

Wann ist euer nächster Auftritt in der Region?

Die nächsten Auftritte sind am Freitag, 12. Oktober, in der PoHo Bar in Weggis und am 17. November in der Daytona Bar in K

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.09.2012

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schwyzkultur.ch/Fqkd6b