Liebeserklärung an Neapel: Antonio Malinconico (von links) und seine Freunde Martin Lorber und Thomas Sonderegger spielten im Chupferturm. Bild Tobias von Rickenbach
Liebeserklärung an Neapel: Antonio Malinconico (von links) und seine Freunde Martin Lorber und Thomas Sonderegger spielten im Chupferturm. Bild Tobias von Rickenbach

Musik

Die Gitarrenklänge Neapels

Eine Liebeserklärung an Süditalien auf der Gitarre? Genau das vollbrachte das Trio Antonio Malinconico e Amici am Samstag im Chupferturm.

Der in St. Gallen aufgewachsene Gitarrist Antonio Malinconico mit neapolitanischen Wurzeln und seine Freunde Thomas Sonderegger (Gitarre) und Martin Lorber (Akustikbass) spielten am Samstag ein zweistündiges Konzert irgendwo zwischen klassischer Gitarrenmusik, Latinklängen und dem, was die CD-Verkäufer als Weltmusik anpreisen.

Südländische Inspiration

Ganz klar inspiriert von nur einem Ort, ist aber der Zweitling des Trios: «In Attesa», welcher während eines viermonatigen Aufenthalts in der süditalienischen Stadt Neapel am Fusse des Vulkans Vesuv entstand. Von diesemWerk war am Samstag viel zu hören. Ein fast noch komplexeres und melodiöseres Album als ihr Debüt «Tempesta». Vor einem Bühnenbild, das eine Bucht Neapels mit Blick auf den Vesuv zeigte, mit stehenden und liegenden Säulen und einer Strassenlaterne mit der Aufschrift «In Atessa» musizierte das Trio.

Widersprüchliche Mischung

Und nach Neapel, seinen Bewohnern und Stimmungen klang es auch: eine widersprüchliche Mischung aus Schönheit und Chaos, Lebensfreude und Melancholie. «Na…che Stress» ist eine vertonte, hektische Autofahrt. Die Saiten bei «La Marcia Piovosa» klingen wie Regentropfen. «Vuoto e Solo» handelt vom Alleinsein in der Stadt. «Arpe dell‘ira» sind versteckte Hassgefühle, wo Gitarren wie Harfen tönen. Dem Publikum gefiel auch «Piccola Europa», was mit lautem Jubel quittiert wurde. «Damit haben wir gerechnet », schmunzelte Antonio Malinconico. Bevor sich das Trio mit «Adios» endgültig verabschiedete.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.12.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/rtFgxj