Eines der jüngsten Talente: Lukas Bürgler spielt seit zwei Jahren Oboe und präsentierte auf der Talentbühne gekonnt das Stück «Hymne and Dance» von B. Appermont. Bilder Nadja Tratschin
Eines der jüngsten Talente: Lukas Bürgler spielt seit zwei Jahren Oboe und präsentierte auf der Talentbühne gekonnt das Stück «Hymne and Dance» von B. Appermont. Bilder Nadja Tratschin
Zweiteiliger Vortrag: Dominique Maeder präsentierte auf dem Cello die beiden Stücke von P. Wedgwood «Song for Sue» und «Hungarian Stomp».
Zweiteiliger Vortrag: Dominique Maeder präsentierte auf dem Cello die beiden Stücke von P. Wedgwood «Song for Sue» und «Hungarian Stomp».

Musik

Eine Bühne für viele Talente

An der zweiten Talentbühne nahmen nicht nur wesentlich mehr Musikschüler teil, sondern auch das Spektrum der Instrumente, die zugelassen waren, hat sich vergrössert.

Trotz schönem Wetter besuchten am Samstag eine beachtliche Zuschauerzahl die Vorträge der Musikschüler auf der zweiten Brunner Talentbühne in der Brunner Aula. Die Teilnahme an der Talentbühne basiert auf freiwilliger Basis. Diese Chance nutzten bei der zweiten Ausgabe 40 Musikschüler. Konnten an der ersten Talentbühne im vergangenen Jahr nur Bläser teilnehmen, waren diesmal zusätzlich auch Streicher mit Instrumenten wie Cello oder Violine und Pianisten zugelassen. Ebenso wurde die Kategorie Kammermusik eingeführt. Dank dieser erweiterten Instrumentierung konnten die Musikanten auf derTalentbühne nicht nur mit Klavierbegleitung auftreten, sondern auch als Duo oder in Quintetten.

Vielfältige Stückauswahl

Die Vielfalt war auch in der Stückauswahl deutlich spür- und hörbar. Von klassischen Stücken wie das «Rondeau » aus dem Konzert in G-Dur von Mozart bis zum Mundarthit «Ewigi Liäbi» von Mash oder dem Rocksong «My Immortal» von Evanescence war für jeden Geschmack etwas dabei. «Alle durften ihre Stücke in Absprache mit ihren Musikschullehrern selber auswählen und vorbereiten», verriet Doris Bösch, administrative Leiterin der Musikschule Brunnen. Von der Länge her durfte das Stück zwei bis acht Minuten dauern. Die meisten Schüler trugen ein längeres Stück vor, einige präsentierten aber auch zwei, dafür kürzere.

Keine Talentschmiede und Wettbewerb

Die Talentbühne ist nicht als Talentschmiede gedacht. Sie ist kein Wettbewerb, an der es nur eine Gewinnerin oder einen Gewinner gibt. Trotzdem bietet der Auftritt auf der Talentbühne für alle Musikschüler viele Vorteile.

Positive Bewertungen

Die Kinder und Jugendlichen erhalten dabei die Möglichkeit, vor einem grösseren, öffentlichen Publikum zu spielen. Dass sie während ihres Vortrages von den drei Experten Daniele Betti, Christian Oechslin und Michael Schüssel bewertet wurden, spornte sie zusätzlich an. Diese bewerten jeden Schüler individuell, also unabhängig von den Vorträgen der anderen Schüler. Zu den Kriterien zählen die Intonation, der musikalische Ausdruck und die Dynamik des Vorspiels. «Viele Musikschullehrer gaben uns das Feedback, dass sich die Schüler dank der Vorbereitungszeit auf das Konzert auf der Talentbühne massiv verbessert und zum Teil grosse Fortschritte gemacht hätten», sagte Claudia Keller, Präsidentin des Organisationskomitees.

Gutbisausgezeichnet

Jeder Schüler wird nach der Aufführung mit einem Prädikat von gut bis ausgezeichnet bewertet. «Wir geben bewusst nur positive Bewertungen ab. Die Schüler sollen schliesslich nach wie vor motiviert bleiben, Musik zu machen», meinte Bösch dazu. Nebst dem erhalten alle Musikschullehrer von den drei Experten einen Bericht für jeden Schüler, der ihnen Verbesserungsvorschläge aufzeigen soll.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

26.04.2010

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schwyzkultur.ch/6BGPMV