Lukas Betschart will einen Event mit Wiedererkennungswert. In stundenlanger Arbeit wurde deshalb dieses Logo kreiert und gebaut. Das knapp zwei Meter grosse Logo wartet nun in Betscharts Hobbyraum auf seinen Einsatz am Wochenende. Bild Nadine Annen
Lukas Betschart will einen Event mit Wiedererkennungswert. In stundenlanger Arbeit wurde deshalb dieses Logo kreiert und gebaut. Das knapp zwei Meter grosse Logo wartet nun in Betscharts Hobbyraum auf seinen Einsatz am Wochenende. Bild Nadine Annen

Musik

Harte Bässe erobern den Talkessel

Premiere im Talkessel: Zum ersten Mal erklingen am Samstag ausschliesslich Hardstyle-Bässe im grossen Stil. Dafür gesorgt hat der Illgauer Lukas Betschart.

Die Fans des Hardstyles mussten bisher in die grossen Schweizer Städte oder sogar ins Heimatland des Hardstyles nach Holland reisen, um ihrer Musik zu frönen. Einer davon ist auch Lukas Betschart. Er habe schon lange davon geträumt, einen Hardstyle-Event in die Region zu bringen: «Anstatt nur immer davon zu reden, habe ich es dann im letzten Herbst mit ein paar Freunden aus der Szene angepackt», erzählt der 24-Jährige. «Wir wollten eine Party mit Musik, die uns gefällt, und das Ziel ist, dass es den Leuten auch so gut gefällt wie uns», fasst Betschart zusammen. So war die Idee des «Golden Age of Hardstyle » geboren.

Hardstyle vom Feinsten

Schon am nächsten Samstag ist es so weit: Im Kultturm in Brunnen legen national und international bestens bekannte DJs reinen Hardstyle auf. Sowohl FlowBoy als auch DJ Technology oder D-Joker waren schon an den grössten Events und auf Lovemobiles der Streetparade in Zürich anzutreffen. Nachdem zuerst The White Hand mit einem Subgroundset eingeheizt hat, kommen danach nur noch die Hardstyle-Klassiker aus den Jahren 2005–2010 auf die Tables: «Da steckt einfach noch ein bisschen mehr Herz drin», schwärmt Betschart. «Uns war wichtig, dass wir DJs engagieren, welche den Hardstyle leben, damit der Funke auch rüberspringt», erklärt Betschart. So ist zum Beispiel der Headliner FlowBoy seit der Geburt des Hardstyles mit von der Partie und hat sich in der Schweiz und in Holland in der Szene einen Namen gemacht. «Er freut sich extrem auf den Event, wo er wieder einmal seine Vinylplatten brauchen kann», freut sich Betschart. Auch über die Location zeigt sich der Hardstyle-Fan begeistert: «Der Kultturm ist die ideale Plattform für so etwas.» Beim Kultturm-Team sei er mit der Idee sofort auf offene Ohren gestossen, und die Industrie-Umgebung passe perfekt zum technischen Sound.

Show mit vielen Extras

Im Hardstyle zähle nicht nur die Musik, erklärt Betschart: «Wir wollen mit einer Show aus Licht und Spezialeffekten den Leuten auch etwas bieten.» Wer den gelernten Schreiner kennt, überrascht das nicht: «Seit ich klein bin, faszinieren mich coole Shows aus Licht und Technik.» Damals noch DJ-Bobo- Fan, entdeckte er so auch die Liebe zum Hardstyle: Im Internet stiess er auf ein Video einer Hardstyle-Show in Holland, und das Feuer für die Szene war entflammt. Seit einigen Jahren rückt der Hobby- Eventtechniker mit spektakulären Lichtshows Anlässe aller Art ins richtige Licht. In seinem Hobbyraum stapeln sich mittlerweile kistenweise Beleuchtungs- und Showeinrichtung. Für «Golden Age of Hardstyle» habe er sich einiges einfallen lassen und viel herumexperimentiert: «Ichwerde die Beleuchtung so gestalten, dass ich sie flexibel bedienen und so individuell dem Sound anpassen kann.» Wenn «Golden Age of Hardstyle» den erwarteten Anklang findet, könne er sich gut vorstellen, so etwas weiterzuführen. Auch in anderen Bereichen der elektronischen Musik, zum Beispiel in den Bereichen Charts oder House, könne er sich vorstellen, weitere Events zu organisieren. Hauptberuflicher Eventplaner wolle er aber nicht werden, lacht der Schreiner: Davon leben zu müssen, würde dem Ganzen etwas den Reiz nehmen, meint er. «Es bleibt lieber ein Hobby, denn es ist ein cooler Kontrast zum Schreinern», so Betschart.

Noch nie von Hardstyle gehört?

Der Hardstyle ist ein Subgenre der elektronischen Musik. «Schnell und hart, wie es der Name schon sagt», beschreibt Betschart die Musikrichtung. Hardstyle spielt viel mit verschiedenen Bässen und gemixten Melodien: «Deshalb ist es viel abwechslungsreicher als der klassische Techno-Sound», sagt Betschart. Hardcore tanzbar gemacht Der Hardstyle entstand ungefähr im Jahr 2000 aus dem Hardcore-Techno, ist jedoch etwas langsamer und damit tanzbarer: «Während sich der Hardcore um die 180 bpm (Beats pro Minute) bewegt, liegt der Hardstyle zwischen 130 und 160 bpm», erklärt Betschart. Ein besonders markantes Merkmal der Hardstyle-Tracks sei der Aufbau zu einem Finale: «Jeder Track hat ein Intro und Ou

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

25.03.2015

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schwyzkultur.ch/xcjaED