Ungewohnte Musikwelt: Uschan DeLucca brachten fantasievolle und intensive Töne auf die Kleinbühne Chupferturm. Bild Orlanda Senn
Ungewohnte Musikwelt: Uschan DeLucca brachten fantasievolle und intensive Töne auf die Kleinbühne Chupferturm. Bild Orlanda Senn

Musik

Intensive Töne im Chupferturm

Am Samstagabend zeigte die Kleinbühne Chupferturm in Schwyz einmal mehr ein eindrucksvolles Programm. Fünf Innerschweizer Musiker, Moe der Barde und die vierköpfige Band Uschan DeLucca spielten ihre Crossover-Musik vor begeistertem Publikum.

Moe der Barde (Mario Schelbert) eröffnete als «special guest» den Abend. Mit Gitarre und seiner Stimme tauchte der Urner ein in seine feinfühligen Songs, mit denen er, so glaubte man, Antworten auf seine eigenen Lebensfragen suchte. Im Stück «beauty» hinterfragte er den Sinn der Schönheit. Mit «loss of philosophy» sang er, wie er sich fühlt, wenn er seine Geheimnisse versehentlich preisgibt. Sanft war auch der Titel «walk», der von unterschiedlichen Gangarten durch das Leben erzählt. Ein ganz junger Song war «lost in my dreams», welcher für das im September erscheinende Album vorgesehen ist.

Ungewohnte Musikwelt

Im zweitenTeil des Abends entführten die vier Innerschweizer Musiker von Uschan DeLucca die Zuhörenden in eine lautere und teilweise ungewohnte Musikwelt. Marcel Sigrist (bass), Dani Portmann (guitar), Iwan Gasser (piano) und Reto Beeler (drums) haben verschiedene musikalische Vorgeschichten und Backgrounds. In ihren selbst komponierten Stücken dominieren unterschiedliche stilistische Einflüsse wie Metal, Jazz, World, Funk oder Dub. Es wechselten sich ruhige Melodien mit schrillen Tönen, harmonische Sequenzen mit irritierenden Parts ab. Und immer blieb die Spannung, man wusste nicht, wie und wann sich ein Stück veränderte oder wie es ausging.

Viel Herzblut

Die vier Jungs von Uschan DeLucca waren mit Herzblut dabei und gehen mit ihrer Instrumentalband neue, eigene Wege. Eigen sind auch die Titel ihrer Stücke, diese heissen «Wolpertinger», «Düsi» oder «Traditionelles Spitzbubengebäck». Im sehr gut besetzten Chupferturm waren Zuhörende aller Altersklassen versammelt. Sie zeigten sich begeistert ob der musikalischen Vielfalt dieses Abends.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

18.04.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/ve9RPD