Markus Flückiger präsentierte seine Komposition  «Pragel» zum ersten Mal.
Markus Flückiger präsentierte seine Komposition «Pragel» zum ersten Mal.

Musik

Kammermusik von Flückiger aufgeführt

Im Ital-Reding-Gartensaal war erstmals die
Komposition «Pragel» von Markus Flückiger zuhören.

Ja, der Kontrabass war als traditionelles Ländlerinstrument präsent, abe alle anderen Instrumente würden hier in Schwyz nicht in eine«klassische»Ländlerformation gehören: Violine, Bratsche, Cello, Querflöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn. Nichtsdestotrotz hörte man aber immer wieder volksmusikalische, tänzerische Elemente. Prägend in diesem Werk waren die starken Rhythmen und Rhythmuswechsel. Wie der musikalische Leiter, Andreas Brenner, erklärte, gebe es kompositorisch durchaus Parallelen von Flückigers «Pragel» zu anderen Werken des Abends. Auch die russischen Komponisten hätten oft «Formmusik» in Blöcken komponiert. «Internationale Gesellschaft für neue Musik Zentralschweiz», das bedeutet IGNM. «Pragel» ist eine Auftragskomposition, welche die IGNM dieses Jahr an Markus Flückiger vergeben hat. Markus Flückiger habe von sich aus eine Komposition für diese Besetzung geschrieben.

Spannend und anregend

Leider kamen nur sehr wenige Besucher an dieses Konzert. Claudia Kienzler, Präsidentin der IGNM Zentralschweiz, erklärte, man habe gehofft, durch Markus Flückigers Bekanntheit in Schwyz Leute anzulocken. Oder lag es am restlichen Programm, das ausnahmslos Werke von (der Allgemeinheit) unbekannten russischen Komponisten bot? «Umbau» oder russisch «Perestroika»hiess derTitel des Programms. Werke der Sowjetrussen Roman Ledenjov, Edison Denisov und Gavril Popov zeigten, dass vor dem Fall«des eisernen Vorhangs» nur wenige Komponisten wie Schostakowitsch, Prokofjew, Strawinsky oder Rachmaninow hier im Westen bekannt waren. Das Ensemble «Montaigne» überzeugte sowohl im Gesamtklang als auch in den vielen solistischen Passagen. Die von den Musikerinnen und Musikern erzeugten Stimmungen und Klangfarben machten den Konzertabend spannend und anregend.

Bote der Urschweiz (ra)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

14.11.2016

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schwyzkultur.ch/86U4Tu