Trix Zumsteg, Miro Müller, Severin Suter, Monika Greenwald, Jonas Landolt und Nathalie Nussbaumer. Bild: Melanie Schnider
Trix Zumsteg, Miro Müller, Severin Suter, Monika Greenwald, Jonas Landolt und Nathalie Nussbaumer. Bild: Melanie Schnider

Musik

Klangreicher Celloabend

Sechs äusserst talentierte Cellisten überraschten und verzauberten das Publikum am Mittwochabend mit den unterschiedlichsten Cellostücken.

Der Celloabend im Hirschen Pub wird wohl so schnell nicht in Vergessenheit geraten. Der Hirschen Pub war randvoll gefüllt, Stühle von draussen wurden sogar noch in die Bar geschleppt, und selbst im Eingang tummelten sich neugierige und gespannte Zuhörer. Severin Suter, einer der Cellisten, begrüsste das Publikum und lud zu einem farbigen Celloabend mit diversen Stilbrüchen ein. Klassische Bach-Choräle würden sich abwechseln mit tänzerischen Ragtime- Stücken und rassigen Rock-Songs, erklärte Suter, und witzelte: «Diese typischen Bach-Choräle dienen wie als Pause – wie beim Wein degustieren ein Stückchen Brot dazwischen.» Und dann setzte die Musik ein: Heitere Ragtime-Kompositionen erfüllten den Hirschen Pub und riefen zum Tanzen auf, und ein jeder im Pub begann mit den Füssen den Takt mitzuklopfen. Weitere aussergewöhnliche Stücke folgten voller Melancholie, Tragik und Emotionalität und die sechs Cellisten schienen jede einzelne Note in ihrem Körper zu spüren. Später folgte «Hope» von der Band Apocalyptica und verzauberte alle mit diesem enormen Melodie- und Klangreichtum. Die sechs Celli nahmen den Hirschen Pub völlig für sich ein und überspülten den gesamten Raum mit wunderbaren tonalen Variationen. Tosender Applaus wurde geerntet.


Ehemalige Cello-Lehrerin gerührt


«Wir alle sind heute hier dank einer Person: Monika Haselbach», verkündete Severin Suter mit süffisantem Grinsen, und deutete auf seine ehemalige Cello-Lehrerin, die sich erhob und übers ganze Gesicht strahlte. «Es gefällt mir super», lächelte sie stolz und gerührt.


Bote der Urschweiz / mej

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

01.06.2018

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schwyzkultur.ch/aZ4LF6