Mit dieser Nummer erfüllte er sich einen Bubentraum: Padi Bernhard als Elvis auf der Bühne in der Sendung «Kampf der Chöre». (Bild: SF)
Mit dieser Nummer erfüllte er sich einen Bubentraum: Padi Bernhard als Elvis auf der Bühne in der Sendung «Kampf der Chöre». (Bild: SF)
Mit dieser Nummer erfüllte er sich einen Bubentraum: Padi Bernhard als Elvis auf der Bühne in der Sendung «Kampf der Chöre». (Bild: SF)
Mit dieser Nummer erfüllte er sich einen Bubentraum: Padi Bernhard als Elvis auf der Bühne in der Sendung «Kampf der Chöre». (Bild: SF)

Musik

«Könnte den ganzen Tag heulen»

Am Sonntagabend erreichte der Brunner Musiker Padi Bernhard mit seinem Chor in der finalen SF-Sendung von «Kampf der Chöre» den guten zweiten Rang. Gestern stand er dem «Boten» Red und Antwort.

Mit Padi Bernhard sprach Christoph Clavadetscher.

Herr Bernhard, wie müde sind Sie?

Heute bin ich erstaunlich fit. Am Sonntag hingegen war ich völlig erschöpft. Ich konnte während der Sendung kaum stehen und hatte auch Mühe mit dem Singen. Nach der Entscheidung hat sich aber alles gelöst, und wir sind noch bis morgens um vier Uhr gemütlich beisammengesessen.

Demzufolge war es eine sehr intensive Zeit.

Extrem – nicht nur wegen der vielen Arbeit, sondern auch emotional. Ich habe noch nie etwas Intensiveres als den «Kampf der Chöre» erlebt. Ich könnte den ganzen Tag heulen, weil ich meinen Chor nun nicht mehr sehe.

Wie geht es denn mit Ihrem Chor weiter? War es das nun?

Ja, das Projekt ist grundsätzlich beendet. Dies nur schon, weil wir der Meinung sind, dass nichts mehr Besseres kommen kann als die Zeit, die wir in den letzten Wochen erleben durften.

Von heute auf morgen ist Schluss?

Nein, natürlich nicht. Wir haben für nächste Woche einen Termin abgemacht, an dem wir uns einfach treffen. Auch danach sind noch interne Anlässe geplant. Wir wollen es langsam zu Ende gehen lassen – eine sanfte Loslösung sozusagen (lacht).

Sind Freundschaften entstanden?

Ja, ohne Zweifel, grossartige Freundschaften. Ich habe im Vorfeld niemanden von meinem Chor gekannt, und in dieser kurzen Zeit sind mir alle ans Herz gewachsen.

Wie ist das überhaupt? Freut man sich über den guten zweiten Platz, oder ärgert man sich, dass es doch nicht ganz für den Sieg gereicht hat?

(bestimmt) Das muss man schon realistisch sehen. Gustav hat völlig zu Recht und auch im Voting mit grossem Abstand gewonnen. Er hat sich immer neu erfunden, war sehr kreativ und ist somit der verdiente Sieger. Chapeau! Ohne nur die Spur von Ärger freuen wir uns alle über unseren sensationellen zweiten Rang. Damit hätte am Anfang nun wirklich niemand gerechnet. Wir dachten eigentlich, dass wir in der ersten Sendung rausfliegen (lacht).

Wenn Sie zurückblicken: Was war für Sie das Highlight?

Da gab es natürlich viele. Eigentlich jede Sendung und natürlich vor allem das Finale. Wir konnten all unsere Songs bringen, und jede Einzelne und jeder Einzelne hatte sein kurzes Solo. Darauf bin ich besonders stolz. Für mich persönlich war natürlich die Elvis-Nummer der absolute Hammer. Ich wollte schon als Kind einmal als Elvis auf der Bühne stehen. Damit ist ein Traum in Erfüllung gegangen.

Sie scheinen auch gut angekommen zu sein. Star-Sopranistin und Chorleiterin-Gspändli Noëmi Nadelmann schwärmte von Ihnen in den höchsten Tönen...

(lacht) Ja, unglaublich. Das tut natürlich gut. Auch sonst habe ich sehr viele Komplimente von allen Seiten erhalten.

... und Ihr Bekanntheitsgrad dürfte sich nochmals erhöht haben.

Es ist unglaublich, was für eine Kraft das Fernsehen hat. Ich habe zwar an das Format von «Kampf der Chöre» geglaubt, habe aber dennoch unterschätzt, was für eine Resonanz auf mich zukommt.

Inwiefern?

Es macht sich überall bemerkbar. Innert kürzester Zeit habe ich 500 Facebook-Freunde mehr. Auf der Strasse werde ich immerzu angesprochen. Die Unterstützung in der Bevölkerung war enorm. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist natürlich auch, dass ich mich präsentieren konnte, dass ich zeigen konnte, wer hinter dem Lied «Ewigi Liäbi» steckt. Und völlig klar war es auch gute Promotion für meine Band. Wir bekommen ständig neue Anfragen.

Möchten Sie noch etwas loswerden?

Ja! Ich möchte mich von ganzem Herzen bei allen bedanken, die für uns gevotet haben. Nur dank der grossen Unterstützung, nicht zuletzt aus dem Kanton Schwyz, haben wir es so weit geschafft. Der gesamte Chor hat sich

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

30.11.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/fU6vst