Mash in der letzten Version: Stefan Küttel, Martin Imlig, Padi Bernhard, Denis Deschenaux und Sascha Kammermann.
Mash in der letzten Version: Stefan Küttel, Martin Imlig, Padi Bernhard, Denis Deschenaux und Sascha Kammermann.

Musik

Mashs zweites Ende

Rückläufige CD-Verkäufe, keine Kapazitäten mehr: Die Mundart-Pop-Band Mash hat sich aus diesen Gründen für ein Aus entschieden.

«Die massiv zurückgegangenen CDVerkäufe stehen in keinem Verhältnis mehr zu einer CD-Produktion», schreiben Padi Bernhard und seine Mitmusiker in einem offiziellen Statement. Dies sei für Mash ein Fass ohne Boden geworden. «Somit steht der Aufwand in keinem Verhältnis mehr zum fehlenden Ertrag. Die Band hat sich deswegen entschieden, dassMash der Vergangenheit angehören wird.» Ein wichtiger Grund war auch die fehlende Kapazität der einzelnen Musiker. «Unser aller Fokus hat sich in den letzten Jahren verändert», meint die Band. Musik wird zwar weiterhin eine Rolle spielen: «Wir werden alle auch weiterhin mehr oder weniger musikalisch tätig bleiben. So hat jeder noch andere Projekte, in die er nun sein Herzblut stecken wird.»

Padi neuer Frontmann

Die vier Schulkollegen Peter Müller, Stephan Annen, Bruno Schmidig und Diego Hediger gründeten 1986 die Coverband The Queers im Alter von 17 Jahren. Bald stiessen auch Hansjörg Römer und zwei Backgroundsängerinnen zur Band. Ab 1988 nannten sie sich Snap It und erlangten mit diversen Auftritten lokale Bekanntheit. Der Name Snap It wurde 1993 in Mash geändert (Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Gründungsmitglieder), und Padi Bernhard stiess als neuer Frontmann und Sänger zur Band. Zwei Jahre später wurde das erste Album «Hard to Ignore » mit englischen Eigenkompositionen veröffentlicht. Im Herbst 1996 verliessen Schmidig, Hediger und Römer die Band. Damals wurde die Band beinahe aufgelöst. Doch die drei verbliebenen Mitglieder Padi Bernhard, Stephan Annen und Peter Müller entschieden sich, mit Liedern in Mundart weiterzumachen. Im Frühjahr 1997 fanden sie in Markus Bösch (Schlagzeug) und Thomas Tschan (Keyboards) den nötigen Ersatz für die ausgestiegenen Bandmitglieder.

Superhit

«Ewigi Liäbi» vom Album «nidvobärn» wurde zum Superhit, die Radiostationen spielen das Lied heute noch beinahe täglich (airplay.ch), zahlreiche Hochzeiten kommen nicht ohne das Lied vonMash aus. Die Band gab im Jahr 2006 ihr letztes Konzert. Padi Bernhard ging mit der Band Bernhard auf Tour, er wurde jedoch stets mit «Ewigi Liäbi» und Mash in Verbindung gebracht. Er entschied sich deshalb, wieder unter dem Namen Mash aufzutreten. Die ehemaligen Bandmitglieder waren damit einverstanden. Padi Bernhard war in der letzten Version von Mash mit Denis Deschenaux (Gitarre), Martin Imlig (Tasten), Stefan Küttel (Bass) und Sascha Kammermann (Schlagzeug) unterwegs. Frontmann Bernhard feierte letztes Jahr mit dem Album «Mash» das 20-Jahr-Bühnenjubiläum.

Noch zwei Konzerte

Mash gibt bis zum Karrierenende nur noch zwei öffentliche Konzerte – am 8. Oktober in der Kufa in Lyss und am 12. November im Stadtkeller in Luzern. Im März ist definitiv Schluss. Auf der Facebook- Seite von Mash bringt es der ehemalige Mash-Bassist Peter Müller auf den Punkt: «Alles hat ein Ende, nur Mash hat zwei.»

Bote der Urschweiz (Nicole Auf der Maur)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

24.08.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/uwZuyR