Feierlicher Melodienmix: Die Feldmusik Schwyz unter der Leitung von Cornelia Morokutti spielte in der Pfarrkirche Schwyz. Bild Christoph Jud
Feierlicher Melodienmix: Die Feldmusik Schwyz unter der Leitung von Cornelia Morokutti spielte in der Pfarrkirche Schwyz. Bild Christoph Jud

Musik

Musik aus aller Welt mit Guetzli

Die Feldmusik Schwyz lud am Sonntag zu ihrem traditionellen Kirchenkonzert zu Beginn des Advents. Die Zuhörer in der Pfarrkirche Schwyz konnten ein abwechslungsreiches Programm geniessen.

Pfarrer Reto Müller führte gewohnt locker durch das Programm. Er begrüsste erstmals die neue Dirigentin der Feldmusik Schwyz, Cornelia Morokutti, in der Pfarrkirche Schwyz. Morokutti hat Anfang Jahr die Leitung der Feldmusik Schwyz übernommen. Die ausgebildete Blasmusikdirigentin und Trompetenlehrerin wohnt im Luzerner Seeland. Wie der Pfarrer verriet, bestand beinahe die Gefahr, dass Morokutti das Kirchenkonzert «mit links» hätte dirigieren müssen. Bis vor Kurzem musste sie ihren rechten Arm noch in der Schlinge tragen. Doch rechtzeitig wurde der Dirigentinnenarm wieder gesund, und so meisterte sie die Leitung des Feldmusik-Korps unbehindert und souverän. Pfarrer Müller erwähnte zudem humorvoll, die Feldmusik Schwyz habe sich nach über 125 Jahren dazu entschieden, eine Frau zur Chefin zu berufen. So weit sei die Katholische Kirche noch nicht.

Von Rock bis Barock

Das Konzert eröffneten Trompeter, die eine Bläserfanfare von der Kanzel herab in das Kirchenschiff erklingen liessen. Im Verlaufe des einstündigen Hörgenusses bot die Feldmusik einen Querschnitt von Melodien in den Stilrichtungen von Barock bis Rock an. Berauschende wie gefühlvolle, leise Klänge erfreuten die Zuhörenden. Speziell erwähnenswert ist «The sun will rise again». Dieses Stück schrieb der englische Komponist Philip Sparkes für die Opfer des Erdbebens und Tsunamis in Japan im März 2011. Die Tantiemen hierfür erhält das japanische Rote Kreuz für die Hilfe in der Katastrophenregion. Zum Schluss verteilten die Kinder der Mitglieder der Feldmusik selbst gebackene Guetzli an die erfreuten Besucher.

Bote der Urschweiz / Christoph Jud

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

03.12.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/uUs3X8