Die Heimelig-Jodler durften ihre Lieder und Jüüzli in einem vollen MythenForum-Saal vortragen. Bilder pd
Die Heimelig-Jodler durften ihre Lieder und Jüüzli in einem vollen MythenForum-Saal vortragen. Bilder pd

Musik

«Sind Wettkampftypen»

Der eigene Jodlerabend ist für jeden Juuzer etwas Besonderes. Ein Erlebnisbericht vom Unterhaltungsabend der Heimelig-Jodler im MythenForum.

Dürfen wir nach dem proppenvollen MythenForum im letzten Jahr wieder viele Jodler-Freunde begrüssen? Werde ich dieses Jahr wiederum so aufgeregt sein? Wie wird sich meine Nachlässigkeit beim Lernen des Textes auswirken? Für einen Jodler, der nur ab und zu vor einem grossen Publikum steht, ist der eigene Jodlerabend ein äusserst aufregendes Ereignis.

Eingespieltes Team

Die Vorbereitungsarbeiten verlaufen ideal. Jeder weiss, was zu tun ist – wir sind ein eingespieltes Team. Auch wenn es während des Einsingens in den Katakomben des MythenForums noch zu kleinen Korrekturen vonseiten unserer Dirigentin Rita Marty kommt, spürt man unter den Jodlern die Freude, das Eingeübte endlich präsentieren zu können. Mit Sprüchen wie «Wir sind Wettkampftypen » oder «Wenn es darauf ankommt, gelingt es dann schon» sprechen wir uns gegenseitig noch Mut zu.

Gäste als besonderer Höhepunkt

Der Vorhang öffnet sich, und ein voller Saal begrüsst uns mit Applaus. Das erste Lied gelingt uns gut, bei dem darauf folgenden Naturjuuz «Fluehöfler » stehen wir dank unseren stimmgewaltigen Jodler-Frauen noch bedeutend selbstsicherer auf der Bühne. Der erste Auftritt ist geglückt. Nun freue ich mich auf unseren Gastklub Säntisgruess aus Unterwasser. Als grosser Fan des Toggenburger Naturjodels für mich ein besonderer Höhepunkt. Die Mischung aus Einfachheit und Kraft macht den Vortrag unserer Gäste zu einem starken Moment. Auch die Nachwuchsjodler Berner Stadtphysikanten und die Ländlerformation Echo vom Geissläzwick erntete viel Beifall. Über unser Mitglied Koni Bürgler, der als Freerider Jakob seinen ersten grossen Auftritt hat, muss nicht nur ich, sondern der ganze Saal lachen. Jungjuuzer Fynn Kalbermatten führt derweil mit seinem sympathischen Walliser Dialekt durchs Programm.

Nächstes Jahr bestimmt

Kaum begonnen, ist nach drei weiteren Auftritten unser grosser Abend bereits vorbei. Bedeutende Pannen gab es keine, und auch unsere Dirigentin zeigte sich sichtlich zufrieden. Ich selber nehme mir allerdings vor, nächstes Jahr textsicherer auf die Bühne zu treten. Zumal ich festgestellt habe, dass meine Kollegen im ersten Bass auch die eine oder andere Unsicherheit im Liedtext aufgewiesen haben.

Bote der Urschweiz (Reto Betschart)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

23.03.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/eM8LFY