Vielfältig: Das Ensemble bot mit «Zwischen den Welten» einen herrlichen Abend. (Bild Dominique Goggin)
Vielfältig: Das Ensemble bot mit «Zwischen den Welten» einen herrlichen Abend. (Bild Dominique Goggin)

Musik

Töne zwischen den Welten

Am Samstagabend spielte das Ensemble Internationale Gesellschaft für neue Musik (ignm), Ortsgruppe Zentralschweiz im Ital Reding-Haus mit dem Titel «Zwischen den Welten» ein vorzügliches Konzert unter der Leitung von Andreas Brenner.

Leider waren weniger als ein Dutzend Leute zum Anlass im historischen Haus erschienen; sehr schade, der Anlass war grosse Klasse. Nach der Begrüssung durch Leiter Andreas Brenner erklang «Musik für sieben Instrumente» (1959) von Isang Yun (1917–1995). Er studierte in Korea und Berlin. Seine Kompositionen sind ein Spannungsfeld zwischen traditioneller asiatischer und avantgardistischer europäischer Musik. Juliana Svidro, Flöte, PeterVögeli, Oboe, Martin Huber, Horn, Maurus Conte, Fagott, David Sonton und Claudia Kienzler, Violinen, MarcelWieser,Viola, Felix Schüeli,Violoncello, und Kaspar Wirz am Kontrabass spielten Andantino delicato, Adagio und Allegro vivace auf begeisternde Art. Anschliessend erklang «Images» (1968) für Flöte, Oboe,Violine undVioloncello. Juliana Svidro, Bernhard Röthlisberger, David Sonton und Felix Schüeli spielten dieses sehr anspruchsvolle Stück zur Erinnerung an ein Grabfresko aus dem sechsten Jahrhundert nach Christus von Pyong- Yang mit grossem Enthusiasmus. Nach den Kompositionen von Isang Yun ging es zu Ernst Krenek (1900–1991). Die vom Ensemble gespielten Klänge «Symphonische Musik » op. 11 (1922) für neun Soloinstrumente waren während seinem Studium bei Franz Schreker in Berlin entstanden. Sein Gesamtwerk ist von grosser stilistischer Vielfalt. Zu hören waren Allegro deciso, ma non troppo Adagio.

Zurück zum Asiaten Isang Yun mit dem letzten super gespielten Stück «Distanzen» (1988) für Bläser- und Streichquintett: Die fünf Bläser standen hinten im Saal, und die fünf Streichinstrumentalisten mit Leiter Andreas Brenner spielten, wo sie bisher aufgetreten waren. Für den Komponisten eine Symbolbedeutung. Die Bläser stehen für himmlische Kräfte, Streichduo für irdische und das Violinduo für erleuchtete Himmelsführer.



Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.01.2011

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schwyzkultur.ch/MCjQBn