Absolute Profis: (von links) Arkady Shilkloper, weltberühmter Jazzhornist aus Moskau, John Wolf Brennan, Innerschweizer Pianist mit irischen Wurzeln, Tom Götze, Kontrabassist aus Dresden, und Tscho Theissing, Violinist aus Wien. Bild Virginia Wyss
Absolute Profis: (von links) Arkady Shilkloper, weltberühmter Jazzhornist aus Moskau, John Wolf Brennan, Innerschweizer Pianist mit irischen Wurzeln, Tom Götze, Kontrabassist aus Dresden, und Tscho Theissing, Violinist aus Wien. Bild Virginia Wyss

Musik

Weltberühmtes Quartett zu Gast in Schwyz

Am Freitagabend gab das international bekannte Quartett «Pago libre» im Garten des Ital-Reding-Hauses ein Konzert. Dies zum Gedenken an den berühmten Pianisten Artur Schnabel (1882–1951), welcher in Schwyz begraben liegt.

Dank dem angenehmen Spätsommerwetter konnte der Anlass im Garten der Ital-Reding-Hofstatt durchgeführt werden, was absolut passend war, denn die Natur war das zentrale Element des Abends. Unter den beiden massiven Maronibäumen stellte sich bald eine gemütliche Atmosphäre ein, und in freudiger Erwartung auf das musikalische Erlebnis nahmen die rund 60 Personen schliesslich ihren Platz ein. Zu Beginn begrüsste Daniel Annen im Namen der Kulturkommission der Gemeinde Schwyz die anwesenden Gäste und stellte die Künstler des Abends vor. «‹Pago libre› verkörpert eine Mischung aus Tradition und Moderne», erzählte er und wies auf die bestehenden Parallelen zur Ital-Reding-Hofstatt hin. Das 1609 erbaute Herrenhaus sei zu dieser Zeit ebenfalls eher fortschrittlich gewesen und trotzdem stilgemäss.

Von der Bergkante zur Erderuption

Violinist Tscho Theissing aus Wien begrüsste das Publikum auf eine lockere und sympathische Art. Alle Mitglieder des Quartetts seien eigentlich aus Familien, in welchen die klassische Musik stets im Vordergrund stand. Doch «Pago libre» merkte, dass sie die Folklore eigentlich mehr anspricht. Da aber niemand von der Gruppe mit Volksmusik gross geworden sei, könne man auch keine echte Folklore spielen. Darum, schloss Theissing ab, nennen sie ihre Musikrichtung «Fake Foke», und so heisst auch die aktuelle CD von «Pago libre». Mit verschiedensten Stücken, wie zum Beispiel «Tü-Da-Do», 49 Variationen über den Postautodreiklang, verzauberte das Quartett die Gäste im folgenden Konzert und schuf immer wieder den Zusammenhang zur Natur, welche als klangliches Vorbild diente.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

02.09.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/Ftvqaw