Graziella Contratto nimmt am Ende des Konzertes den Applaus des Publikums und ihrer Gesangsstudierenden entgegen. Bild: Silvia Camenzind
Graziella Contratto nimmt am Ende des Konzertes den Applaus des Publikums und ihrer Gesangsstudierenden entgegen. Bild: Silvia Camenzind

Musik

Wunderlieder erklangen unter den Mythen

Graziella Contratto dirigierte gestern im MythenForum – gegen 300 Personen kamen.

Den Freunden des MythenForums war es wieder einmal gelungen, Graziella Contratto für ein Konzert zu engagieren. Die Schwyzer Dirigentin kam mit «ihrem» Orchester von der Hochschule der Künste Bern (HKB) und mit Gesangsstudentinnen und -studenten aus dem Fachbereich Musik und dem Opernstudio der HKB. «Wunderhorn unter den Mythen» war nicht auf Sonntagvorabend, sondern auf gestern Montag, 18 Uhr, im Mythen- Forum angesagt, ein vielleicht nicht optimaler Termin. Doch wenn Graziella Contratto ein Heimspiel hat, dann kommen die Schwyzerinnen und Schwyzer. Für die Dirigentin, das Orchester und die Sängerinnen und Sänger war der Schwyzer Auftritt eine Hauptprobe. Das merkte man nicht. Der Wunderlieder-Zyklus von Gustav Mahler begeisterte das Schwyzer Publikum. Einmal, weil man Graziella Contratto beim Dirigieren zuschauen konnte, dann wegen des jungen Orchesters. Und natürlich auch, weil die 13 Orchesterlieder von wechselnden Solisten interpretiert wurden, das gab Abwechslung ins Programm.


Das Militärische, der Humor und das Romantische


Einleitend sprach Graziella Contratto «von einer Sammlung unglaublich reichhaltiger Bilder». Sie betonte das Militärische, den Humor und das Romantische. Das Militärische fand man im Rhythmusbetonten, den Humor in den Liedertexten und das Romantische in den Melodien und Texten, denn Letztere stammten von Clemens Brentano und Achim von Arnim. Das etwas mehr als einstündige Konzert begeisterte. Karl Schönbächler vom Verein der Freunde des MythenForums versprach, man werde sich weiterhin bemühen, Graziella Contratto für Konzerte nach Schwyz zu holen – dafür gab es vom Publikum gleich nochmals Applaus.


Bote der Urschweiz / Silvia Camenzind

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.04.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/Wr1gpy