Brauche ich das wirklich? Oder soll ich das wegwerfen? Diese Fragen forderten Olaf Bossi. Bild: Reto Betschart
Brauche ich das wirklich? Oder soll ich das wegwerfen? Diese Fragen forderten Olaf Bossi. Bild: Reto Betschart

Bühne

Olaf Bossi, herrlich normal

Im Chupferturm präsentierte Olaf Bossi seine Erkenntnisse auf dem Weg zum Minimalismus-Experten.

«Ja, genau so war das doch damals», wird sich am vergangenen Samstag wohl manch ein Besucher im Chupferturm gesagt haben. Comedian Olaf Bossi hielt Rückblick auf sein Minimalismus- Projekt, mit dem er mit verschiedenen Systemen seine Wohnung von Unnötigem befreien wollte. Dabei traf er in den hintersten Ecken immer wieder auf längst vergessene persönliche Kostbarkeiten. Die in den 90er-Jahren selber bespielten Musikkassetten, wo der aus der Sonntagshitparade aufgenommene Song abrupt durch den Radioreporter unterbrochen wurde, waren nur eine von vielen gefundenen Schätzen.

Freudentränen und von Herzen lachen


Der deutsch-italienische Künstler entlockte dem zahlreichen Publikum viele Freudentränen. Wieder einmal von Herzen zu lachen, diese Atmosphäre wurde augenscheinlich genossen. Olaf Bossi hat nicht nur die Gabe, sein Publikum dessen eigenes Leben im Spiegel betrachten zu lassen, er ist auch ein vielseitiger Musiker. Das eigens für seine Kinder geschriebene Schlaflied war der krönende Abschluss eines wunderschönen Abends. In diesem Stück holte Olaf Bossi nochmals alle Eltern im Saal ab: «Es ist ein so schöner Moment, wenn man seinen kleinen Sonnenschein beim Einschlafen im Arm halten und beobachten kann. Weniger schön ist es aber, wenn jede Nacht fünfmal die Sonne scheint.»

Bote der Urschweiz / Reto Betschart

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

31.01.2022

Webcode

www.schwyzkultur.ch/gsRb1E