Dies & Das
Parteien fordern mehr Geld für Kultureinrichtungen
Mit einem Vorstoss wollen die Parteien die Unterstützung der Kultur auf Infrastruktur und Betrieb ausweiten.
Die Alimentierung von Kultureinrichtungen im Kanton Schwyz ist ein politischer Dauerbrenner. Nun fordert ein überparteilicher Vorstoss, dass sich die öffentliche Hand an Investitionen und Betriebskosten von Kultureinrichtungen beteiligt. «Immer mehr Schwyzer Kulturvereine, Chöre, Musikgesellschaften, Theatergruppen und Kulturinitiativen verfügen über keine geeigneten und bezahlbaren Räume», heisst es im Postulat, das von Jonathan Prelicz (SP, Goldau), Mathias Bachmann (Mitte, Merlischachen), Fredi Kälin (SVP, Einsiedeln), Julia Cotti (FDP, Wangen), Lorenz Ilg (GLP, Bäch) und Andreas Imbaumgarten (Grüne, Brunnen) unterzeichnet worden ist. «Bestehende Treffpunkte geraten zunehmend unter Druck», schreiben die Postulanten.
«Es braucht ein klares Bekenntnis des Kantons»
Die Regierung habe dies zwar erkannt und für das laufende Jahr höhere Beiträge für ausgewählte Kultureinrichtungen in Aussicht gestellt. Dies sei ein wichtiger Schritt, um Kultur und Traditionen weiterzutragen, anerkennen die Parlamentsmitglieder in ihrem Postulat. Aber: «Damit diese Bestrebungen längerfristig gesichert sind, die vorgeschlagene Richtung gestärkt wird und die Kultureinrichtungen eine noch stabilere Planung vornehmen können, braucht es neben den bereits getätigten Bestrebungen weitere Schritte.» Konkret fordert das Postulat, diese Unterstützung auszuweiten. Der Kanton soll zusammen mit Bezirken und Gemeinden «weitere Orte der Begegnung » erhalten und stärken. «Dafür braucht es ein klares Bekenntnis des Kantons, damit er Investitionen und Betriebskosten von Kultureinrichtungen mitträgt und die Schwyzer Gemeinden bei der Raumbeschaffung unterstützen kann.»
Treffpunkte langfristig sichern
Mit dem Geld aus dem Lotteriefonds würden nämlich keine Mittel für Betrieb und Infrastruktur bereitgestellt. «Deshalb könnte ein kantonales Gesetz dafür sorgen, im Verbund mit den Bezirken und Gemeinden Beiträge an Infrastruktur- und Betriebskosten zu leisten », heisst es im Vorstoss. «Kantonale Unterstützung bei Umbauten, Mietkosten oder Infrastruktur würde Treffpunkte langfristig sichern und im ganzen Kanton zugänglich machen.» Das Postulat verlangt von der Regierung, dem Kantonsrat ein entsprechendes Gesetz vorzulegen oder andere Massnahmen zu ergreifen, um dieses Ziel zu erreichen. Der Umstand, dass Mitglieder aller im Kantonsrat vertretenen Parteien den Vorstoss unterzeichnet haben, spricht dafür, dass das Postulat im Parlament durchaus Chancen haben könnte.
Bote der Urschweiuz / Dominik Jordan
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Bote der Urschweiz
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