Brauchtum / Feste

Remo Kälin chlepft sich wieder an die Spitze

Mit 118 Beteiligten am Schwyzer Priis-Chlepfä hat die Zahl der Chlepfer wieder zugelegt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten bei bestem, kaltem, windigem Wetter eine spannende Meisterschaft auf dem Schwyzer Hauptplatz.

Es waren wieder diese kleinen Details, die den Sieg an der diesjährigen Schwyzer Meisterschaft im Chrüzlistreich ausmachten. Die Jury hatte es schwer, aber sie hat sich entschieden. Der Sieger ist, nicht unerwartet, ein bekanntes Gesicht. Der Schwyzer Meister der 58. Austragung ist der Vorjahressieger Remo Kälin aus Egg bei Einsiedeln. Er hat die Meisterschaft bereits das dritte Mal in Folge dominiert. Aber das Rennen an der Spitze war äusserst eng. Nur ein Viertelpunkt trennt den Sieger von den vier Zweitklassierten, denen die Jury 34 ¼ Punkte zusprach. Den zweiten Rang teilen sich die drei Illgauer André, Armin und René Bürgler sowie der Muotathaler Frowin Schelbert. Nur ein halber Punkt, eine für Laien kaum wahrnehmbare Nuance, fehlte dem Sieger zur vollen Punktzahl, aber es reichte, um erneut die seit Jahren vorherrschende Schwyzer Dominanz am Priis-Chlepfä, der Schwyzer Meisterschaft im Chrüzlistreich, zu brechen. «Ich bin mächtig stolz auf meinen Titel. Es hat heute einfach alles gestimmt», sagte Remo Kälin nach der Krönung. Dass er die gesamte Schwyzer Konkurrenz erneut habe hinter sich lassen können, sei eine besondere Leistung. Beat Notz ist in doppelter Funktion tätig. Er ist Jurymitglied, aber bekanntlich auch OK-Präsident des Brauchtumsanlasses auf dem Schwyzer Hauptplatz am Dreikönigstag, das bereits das zweite Jahr. «Wir haben heute fantastische Vorträge gehört. Das Publikum ist in grosser Zahl aufmarschiert, dies trotz der bitteren Kälte während des ganzen Tages », sagte der OK-Präsident. «Das Können der Chlepfer steigt mit jedem Jahr. Erfreulich ist die Zahl der Beteiligten, das Wetter hat gestimmt, wir haben hier einen goldigen Tag erlebt», sagte Beat Notz.

 

Ideale, aber kalte Bedingungen zum Wettkampf

Noch am Morgen habe die Sonne die Wettkämpfe des Nachwuchses begleitet, die teilnehmenden Schüler und Junioren erlebten ebenfalls ideale Bedingungen. Die Wettkämpfe konnten in diesen Kategorien ordnungsgemäss durchgeführt werden. «Die Qualität ist wirklich gut. Man sieht, dass der Nachwuchs und die Topchlepfer geschult werden.» Aktuar Noldi Schnüriger, früher selbst OK-Präsident des Anlasses, freute sich ebenfalls. «Wir haben bei den 118 Beteiligten ein Plus bei den Senioren und eines bei den Schülern. Bei den Junioren stagniert es.» An der Meisterschaft wurden auch treue Mitwirkende geehrt. Seit 25 Jahren chlepfen sie in Schwyz ununterbrochen, erhielten von OKP Beat Notz ein Präsent. Es sind dies: Kurt Kälin, Willerzell, Bruno Inderbitzin, Arth, Daniel Büeler, Ried-Muotathal, Silvan Appert, Weggis, und Severin Föhn, Muotathal. Etwas im Stillen feierte der Lauerzer Franz Betschart das Schwyzer Priis-Chlepfä. «Ich bin schon zum 56. Mal dabei», sagte er mit grossem Stolz. Ebenfalls über 50 Mal chlepfte Fredy Ulrich.

 

Bote der Urschweiz / Erhard Gick

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Bote der Urschweiz

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  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

07.01.2026

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