Hexe Gella (Heike Möhlen) und Kater Behemoth (David Labanca), Gehilfen des zwielichtigen Volans, hatten die Aufgabe, den Theaterdirektor (Fabrizio Pestilli) so lange zu foppen und zu plagen, bis er seinen Posten aufgibt. Bild: Ruth Auf der Maur
Hexe Gella (Heike Möhlen) und Kater Behemoth (David Labanca), Gehilfen des zwielichtigen Volans, hatten die Aufgabe, den Theaterdirektor (Fabrizio Pestilli) so lange zu foppen und zu plagen, bis er seinen Posten aufgibt. Bild: Ruth Auf der Maur

Bühne

Theater-Spektakel im Chupferturm begeisterte

Die Dreier-Schauspieltruppe Compagnia Bluff begeisterte mit viel Humor, Akrobatik und Musik.

Grundlage des Theaters ist der berühmte Roman «Maestro e Margherita» des russischen Schriftstellers Michail Bulgakow. Das Stück spielt im stalinistischen Russland und nimmt das Leben in dieser Zeit satirisch auf die Schippe. Regisseur Fabrizio Pestilli hat die Texte des Romans gekürzt und die Dialoge für sein Ensemble umgeschrieben. Die Compagnia Bluff ist im italienisch- rätoromanischen Raum nicht unbekannt, spielt sie doch schon mehrere Jahre am Festival Origen in Riom (Musiktheater und Tanzfestival in Graubünden). Zwei Männer und eine Frau spielten zwölf Charaktere Von Anfang bis Schluss konnte ein Spektakel mit vielen schrägen Persönlichkeiten genossen werden: Da waren der zwielichtige Volands, die eigentlich schon tote Gella mit spinatgrüner Lockenmähne, die temperamentvolle Katze Behemoth (die während des ganzen Stücks ihren verschwundenen Lachs suchte), ein Theaterdirektor, ein Bühnenkritiker und noch viele mehr. Die verliebten Hauptpersonen, der übergeschnappte Bühnenautor Maestro und die verzückte Margherita hatten die Aufgabe, sich wiederzufinden. Die Art des Theaters reiht sich in die Comedia dell’Arte ein und beinhaltet Elemente aus Clownerie, Akrobatik, Musik und Tanz. Moral spielt dabei eine untergeordnete Rolle. So passten auch eigentliche Pannen wunderbar ins Konzept, als Margherita zum wiederholten Mal zum falschen Zeitpunkt im Stück auftritt und endlich ihre Rolle spielen möchte.

Bote der Urschweiz / Ruth Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

14.09.2020

Webcode

schwyzkultur.ch/2Nj39G