34 Maschgraden zeigten am Samstagnachmittag auf dem Schwyzer Hauptplatz vor einem grossen Publikum die hohe Kunst des Schwyzer Narrentanzes. Bild Roger Bürgler
34 Maschgraden zeigten am Samstagnachmittag auf dem Schwyzer Hauptplatz vor einem grossen Publikum die hohe Kunst des Schwyzer Narrentanzes. Bild Roger Bürgler

Brauchtum / Feste

Die Hudi dominierten das Preisnüsseln

Thomas Reichmuth ist Nüsslerkönig. Den Vorabend verbrachte der Präsident der Schwyzer Nüssler ausgerechnet an der Steiner Fasnacht.

Einst war das Preisnüsseln der Schwyzer Nüssler Bestandteil des ersten Fasnachtstags. Als dann die Teilnehmerzahl bis auf 17 Maschgraden fiel, luden die Schwyzer 2001 erstmals an einem Freitagabend zum Fyrabig-Nüsseln.

Grosses Publikumsinteresse

Auch bei der Fasnachtsrott Ibach, welche seit 1971 alternierend mit Schwyz das Nüsseln organisiert, schuf man mit dem Gruppennüsseln eine neue Form. Nun ist alles wieder beim Alten, ausser dass die Schwyzer sich statt des Ersten Fasnachtstags einen Samstagnachmittag für ihren prestigeträchtigen Narren-Wettkampf ausgesucht haben. Vom Publikumsinteresse her war dies absolut ein Erfolg. Mit 34 Maschgraden durfte man zufrieden sein, auch wenn man gerne ein paar Narren mehr auf den geschichtsträchtigen «Bsetzisteinen» hätte nüsseln sehen wollen. «Das muss sich halt erst etablieren», ist Alt-Präsident und Rechnungsbüro- Mitglied Beat Steiner überzeugt. Dies ist zu hoffen, denn die Tradition ist einmalig, und gerade eben das Zuschauerinteresse bewies, dass das Schwyzer Preisnüsseln ein gepflegtes Stück Fasnachtskultur ist. Drei Durchgänge zu zwei Minuten hatten die Maschgraden linksdrehend und auf den Zehenspitzen zumeistern. UndMeister des Fachs hatte es eine ganze Reihe unter den Teilnehmenden. Viele kamen aus Ibach, einige aus Rickenbach. Und so fragte man sich, ob es doch wie vor zwei Jahren mit Gemeindepräsident Hugo Steiner wieder ein Schwyzer zum Nüsslerkönig schafft.

Inspiration aus Steinen?

Chancenlos war zweifelsohne der durchaus gut nüsselnde Bauer aus Ibach. Er kam mit grünen Gummistiefeln in den Ring, bemerkte seinen Fauxpas und holte sich schwarze Schuhe – aber eben wieder Gummistiefel. Das geht gar nicht unter den Augen der gestrengen Kampfrichter. Aber die Lacher des Publikums hatte der Maschgrad auf sicher. Erstaunlich war, dass weder die Blätze (vor allem Schwyz/ Rickenbach) noch die Alten Herren (vorwiegend Ibach) dominierten. Es war das Hudi. Nicht nur zahlenmässig überlegen, auch in der Kunst des Nüsselns absolute Spitze. Thomas Reichmuth wurde vor drei weiteren Schwyzern hochverdient Nüsslerkönig und war selber etwas erstaunt darüber. «Ich war bis morgens um vier Uhr an der Steiner Fasnacht. Dass ich jetzt so gut genüsselt habe, ist darum schon ziemlich schräg.»

Bote der Urschweiz

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Bote der Urschweiz

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  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

26.01.2015

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