Zuerst der kleine, später dann der grosse: Während die jungen Maschgraden den brennenden Blätz mehr feierten als betrauerten, hatte sein grosser Bruder im Hintergrund das feurige Schicksal noch vor sich. Bild Roger Bürgler
Zuerst der kleine, später dann der grosse: Während die jungen Maschgraden den brennenden Blätz mehr feierten als betrauerten, hatte sein grosser Bruder im Hintergrund das feurige Schicksal noch vor sich. Bild Roger Bürgler

Volkskultur

Kinderblätz brannte erstmals

Anlässlich ihres 75-Jahr-Jubiläums zauberten die Herren der Schwyzer Güdeldienstag-Gesellschaft (GDG) allerhand Überraschungen aus ihren Zylindern.

So ein spannendes Buch, ein neues Vereinsbanner und für die jungen Maschgraden gar ein Vorabend-Blätzverbrennen. Dieses fand gestern nach der Kinderfasnacht auf dem Hauptplatz statt. Währenddem beim Dorfbrunnen der traditionelle Blätz noch auf sein Schicksal zum Fasnachtsende wartete, stand der kleine Bruder bereits kurz vor sechs Uhr in Flammen. Zwar gab es keinen lauten Knall, als der Kopf lichterloh brannte, dafür boten die «Güdelzischtiger» den jungen Maschgraden ebenso ein kleines Feuerwerk. Der ganze Zauber wurde zwar nicht von heulenden Maschgraden begleitet – die Kinder erfreuten sich vielmehr ab dem Spektakel. Ansonsten war aber fast alles wie bei den Grossen. Die GDG-Herren zogen mit ihrem Banner und zu Tambourenklängen um den Blätz, und die vielen Zuschauer wurden mit Orangen beschenkt. Eine wirklich originelle Jubiläums-Geste der Güdeldienstag- Gesellschaft.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

22.02.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/HisD4H