Inya de Groot (links) und Christina Camenzind nannten sich «die flinken Hölzli» und hatten fürs Priis-Chlefele in Gersau eine eigene Choreografie eingeübt. Bild: Silvia Camenzind
Inya de Groot (links) und Christina Camenzind nannten sich «die flinken Hölzli» und hatten fürs Priis-Chlefele in Gersau eine eigene Choreografie eingeübt. Bild: Silvia Camenzind
Ohne Show, dafür mit einem breiten Strahlen: eine der raren Bubengruppen in Schwyz, die «Eisbären». Bild: Josef Grüter
Ohne Show, dafür mit einem breiten Strahlen: eine der raren Bubengruppen in Schwyz, die «Eisbären». Bild: Josef Grüter

Volkskultur

Traditionell oder kreativ

Gestern chlefelten in Schwyz und Gersau insgesamt 220 Kinder um die Wette. Die einen boten traditionelle Stücke dar, andere zeigten auch eigene Ideen. Auffallend: In Schwyz nehmen fast nur noch Mädchen am Priis-Chlefele teil.

In den Anfangsjahren vom Priis-Chlefele ab 1963 waren Mädchengruppen eher die Ausnahme. Heute dominieren diese das Teilnehmerfeld zu ungefähr 90 Prozent. Denise Schuler-Riedweg, welche dem 55. Priis-Chlefele vorsteht, bedauert die massive Untervertretung der Buben, kennt aber auch kein Rezept für ein ausgeglicheneres Teilnehmerfeld. Der Einsatz der jungen Wettkämpfer und Wettkämpferinnen ist enorm. Während in den drei kleinen Sälen des MythenForums die Darbietungen von fachkundigen Tambouren bewertet werden, wird ausserhalb der Wettkampfstätten noch an den letzten Details gefeilt.


Schickes Tenue mit cooler Sonnenbrille


Eine selbst einstudierte Choreografie und nicht zuletzt ein schickes Tenue inklusive cooler Sonnenbrille sollten das Dargebotene noch toppen. Umrahmt wurde der Anlass durch Darbietungen der Jungtambouren Schwyz, der Jungjutzer am Mythen, des Blockflöten-Ensembles der Musikschule Schwyz sowie des Schwyzerörgeliduetts Sandro & Livio.


Rund 40 Kinder in Gersau


Am Priis-Chlefele der Schule Gersau machten gestern rund 40 Kinder mit. Sie traten in Gruppen auf, teils traditionell mit den gängigen Takten wie «D Mülleri », aber teils auch kreativ mit eigenen Ideen, die manchmal mit Gesang und einer Choreografie ergänzt wurden. Einige Kinder wagten sich auch mit einem Soloauftritt vor die Jury. Jeder Vortrag wurde zweimal gezeigt, einmal vor dem Juryduo David Camenzind und Esther Weibel und einmal vor den Juroren Gusti Camenzind und Urs Müller. Die Kinder hatten das Chlefelen in der Schule erlernt oder geübt und sich auch dort für den Wettbewerb vorbereitet.


Bote der Urschweiz / Silvia Camenzind und Josef Grüter

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

24.03.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/pp7yKD