Das Comedy-Stegreif-Theater Zugvögel zeigte sein schauspielerisches Können bei schnellem Improvisations-Theater und bot ein richtiges Spektakel. Bild: Ruth Auf der Maur
Das Comedy-Stegreif-Theater Zugvögel zeigte sein schauspielerisches Können bei schnellem Improvisations-Theater und bot ein richtiges Spektakel. Bild: Ruth Auf der Maur

Bühne

Zweite Kabarett-Tour im Talkessel begeisterte

Drei Gruppen konnten in spannenden Lokalitäten tolle Comedy geniessen.

Unsere rund 50-köpfige Gruppe startete in Ibach in der «Netzhalle» des EWS. Coronakonform versteht sich, mit Maskenpflicht und viel Abstand, was in der riesigen Halle wenig Herausforderung bedeutete. Witzig, kreativ und zuweilen schräg präsentierte sich der erste Auftritt des Mundartpoeten und Songhumoristen Markus Schönholzer. Er zog die Besucherinnen und Besucher mit seinen ausgezeichneten musikalischen Fähigkeiten (Akustikgitarre und Gesang) sofort in den Bann. Da ging es meist um Menschliches und Banales, doch der Künstler schaffte es, daraus ganze Welten und Geschichten zu zaubern. Ingesamt gab es drei Spielorte: EWS Ibach, Dettling Holzbau Brunnen und Schuler Weine Seewen. Die anderen zwei Gruppen starteten in Brunnen bzw. in Seewen.

Gemütliche Busfahrt zu den Zugvögeln im Dettling-Holzbau


Unsere Gruppe durfte nach rund 45 Minuten Unterhaltung in den Bus beim Diesel einsteigen und wurde bequem nach Brunnen chauffiert. Nun übernahm das Comedy-Stegreif-Theater Die Zugvögel das Zepter. Schlagfertig, schnell und professionell wechselte das Duett Figuren, Geschichten und Gefühle. Das Gute und Lustige dabei: Das Publikum durfte auswählen. So entstand auch das kuriose Bewerbungsgespräch einer Kaminfegerin, bei dem Ekel, Hass und Ekstase eine Rolle spielten – was für ein Spektakel. Zu guter Letzt gings für unsere Gruppe nach Seewen. Vor der Küfnerei gabs ein Glas Wein, zum Glück geschützt vor Regen unter dem grossen Vordach. Danach kam das Publikum in den Genuss des trockenen Humors von Stefan Waghubinger aus Österreich. Er sinnierte über Kindheitserlebnisse, seine Ehekrise und andere Engpässe in seinem Leben. Das Publikum amüsierte sich köstlich über die Gedankengänge des meisterhaften Satire- Kabarettisten. Organisator Reto Zeller zeigte sich höchst zufrieden über die zweite Ausgabe der Kabarett-Tour. Und wer weiss, vielleicht wird diese ein fester Bestandteil des Schwyzer Kulturlebens?

Bote der Urschweiz / Ruth Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

25.05.2021

Webcode

www.schwyzkultur.ch/M3vWdY