Dani Häusler: Der Schwyzer Musiker verwendete für die beiden Arrangements «Payphon» und «Some Nights» ein spezielles Computerprogramm. Bild Ladina Cattaneo
Dani Häusler: Der Schwyzer Musiker verwendete für die beiden Arrangements «Payphon» und «Some Nights» ein spezielles Computerprogramm. Bild Ladina Cattaneo
«Aateigetä» auf der Schwyzer Hofmatt: Hier präsentierte die Guuggenmusig Urmi- Schlegel ihr neues Repertoire. Bild Tobias von Rickenbach
«Aateigetä» auf der Schwyzer Hofmatt: Hier präsentierte die Guuggenmusig Urmi- Schlegel ihr neues Repertoire. Bild Tobias von Rickenbach

Dies & Das

Häusler arrangiert für Seebner Guugge

Die Guuggenmusig Urmi-Schlegel aus Seewen hat auf dieses Jahr prominente Unterstützung erhalten. Der renommierte Musiker Dani Häusler arrangierte für die Guugger zwei neue Stücke für die laufende Saison.

Der renommierte Schwyzer Musiker Dani Häusler, unter anderem auch als Bandleader der SRFHusmusig bekannt, gab auf Anfrage zu, dass er selbst kein «richtiger» Fasnächtler sei. Dennoch hat der 38-Jährige nun fasnächtliche Stücke arrangiert – dies für die Guuggenmusig Urmi-Schlegel aus Seewen. Auf die Frage hin, wie ein Volksmusiker dazu komme, Stücke für die Fasnacht zu arrangieren, erklärte Häusler mit einem Schmunzeln: «Das war Vitamin B.» Denn der ehemalige Tambourmajor gehört zur Familie des Schwyzer Musikers. Aktuell wurde das Thema bereits im letzten Jahr, weil der langjährige Arrangeur der «Urmis», David Bürgler, sein Amt auf diese Fasnacht niedergelegt habe.

Basisinfos für den Berufsmusiker

Häusler, der noch nie in einer Guugge mitspielte und selbst auch nur selten Guuggenklänge zu hören bekommt, erklärte, dass er sich zu Beginn seiner Arbeit erstmal über die Instrumentierung einer Guugge informieren musste. Zudem habe er keine Ahnung gehabt, wie hoch das Niveau in den einzelnen Registern sei. Diesbezüglich bekam Häusler Unterstützung von der guuggeneigenen Musikkommission, welche auch die Stücke bestimmt habe. Arrangiert hat der Volksmusiker schliesslich «Payphon» von «Maroon 5» und «Some Nights» von «Fun». «Die beiden Lieder hatte ich vorher noch nie gehört», gab Häusler zu.

Erstaunt über Leistungen

Bei den fertigen Arrangements habe er schliesslich noch einige kleinere Anpassungen vornehmen müssen. Unter anderem seien die Nebenstimmen teilweise etwas zu schwierig gewesen, so Häusler. Der Musiker zeigte sich aber überrascht und beeindruckt über das musikalische Leistungsvermögen der Hobbymusikanten. Dies vor allem, weil der Grossteil der Guugger nie gelernt habe, Noten zu lesen oder ein Instrument zu spielen: «Sie hören sich die Registerstimmen ab CD immer und immer wieder an und üben ihre Passagen schliesslich, bis sie sitzen.»

Positives Feedback

An der «Aateigetä» vom 11. Januar haben die Urmi-Schlegel die neuen Stücke nun erstmals einem breiten Publikum präsentiert. Die Stücke seien sehr gut angekommen, erklärte der Präsident der Urmi-Schlegel, Thomas Kesseli, gegenüber dem «Boten». Aber auch intern kommen die Stücke gut an. Ob dies am Arrangement oder an der gelungenen Stückwahl der Musikkommission liege, sei aber nicht klar, erklärte der Präsident mit einem Schmunzeln. Fakt sei aber, dass die neuen Stücke wirklich neu seien, denn vor allem die Hintergrundstimmen seien ganz anders arrangiert als bisher.

100Prozent Rhythmusvon Urmi-Schlegel

100 Prozent Urmi-Schlegel sei aber weiter der Rhythmus. Dieser wurde auch in diesem Jahr von den beiden Mitgliedern Boris Burkard und Alex Kälin geschrieben. Ob Dani Häusler für die Seebner Guugge wieder Stücke arrangieren wird, ist noch nicht definitiv bestimmt. Von Seiten der «Urmis» würde man sich darüber freuen. Und Häusler erklärte seinerseits, dass er sich das durchaus vorstellen könne. Live hat der Musiker die Guugger in diesem Jahr übrigens noch nicht gehört. Das werde er aber sicher nachholen, erklärte Dani Häusler abschliessend.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

17.01.2013

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schwyzkultur.ch/FavWmJ