Fast wie damals 1987: Nameless in der Urformation mit Hene Heinzer (von links), Urs Bissig, Nori Rickenbacher, Axel Dittner und Harry Horlacher. Bilder: Roger Bürgler
Fast wie damals 1987: Nameless in der Urformation mit Hene Heinzer (von links), Urs Bissig, Nori Rickenbacher, Axel Dittner und Harry Horlacher. Bilder: Roger Bürgler
T.N.S. mit Sändel Manea, Mario Galvani, Kili Fleischli und Walde Rickenbacher (nicht im Bild Bosley Lutz) überraschten mit ihren aufwendigen Rockarrangements
T.N.S. mit Sändel Manea, Mario Galvani, Kili Fleischli und Walde Rickenbacher (nicht im Bild Bosley Lutz) überraschten mit ihren aufwendigen Rockarrangements

Musik

Ausverkaufter «Return of the Dead»-Abend

«Return of the Dead»-Abend im «Gaswerk»: Ambrossia, T.N.S. und Nameless sorgten für rockmusikalische Nostalgie.

Das Format hat schon Kultstatus. Bereits als Nicole Auf der Maur und John Kolberg vor einem Jahr im «Gaswerk» ehemalige Schwyzer Bands wieder auf die Bühne holten,war der Club ausverkauft. So war es auch am Samstag bei der zweiten Auflage von «Return of the Dead». Wer Jahrgang 1992 oder jünger hat, dürfte keine der drei Bands, die am Samstag aus dem Reich der Toten zurück auf die Bühne geholt wurden, je live erlebt haben. Davon hatte es am Samstag einige im «Gaswerk», und ein paar davon waren sogar Kinder der auftretenden Musiker. Diese konnten also einmal erleben, was ihre Väter in den Tiefen der 80er- und 90er-Jahre so (musikalisch) trieben.

Wiedersehen

Wer sich den älteren Semester zuordnen durfte, der oder die wurde exakt in diese Zeit zurückversetzt, und so war das «Return of the Dead» im «Gaswerk» auch ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten.«Ich komme mir vo rwie an einem Klassentreffen», sagte einer, und die Musiker wiederum hatten bereits vor den Konzerten und im Backstage ein Gaudi. «Es ist schon sehr cool, wieder einmal die alten Songs mit der damaligen Formation zu spielen», sagte Sändel Manea von der Gersauer Rockband T.N.S., und auch Martin Horlacher von Nameless sah dies ähnlich. «Wir haben uns zum Teil über 20 Jahre nicht oder kaum mehr gesehen. Dann fängt man an, Musik zu spielen, und es ist wieder wie damals.» Und so war das Publikum im «Gaswerk» natürlich gespannt, was die drei Bands heute noch zu bieten haben.

Technisch beeindruckend

Den Auftakt machten Ambrossia aus dem Muotatal. Mit ihrem brachialen, lauten, aber technisch höchst beeindruckend gespielten Death-Metal eröffneten sie den Abend, und nicht wenige imSaal waren erst einmal perplex.Natürlich ist dies eine absolute Szenen-Musik und für viele schwer verständlich. Doch die Gastgeber machen hier keinen Unterschied und präsentierten Schwyzer Bands, die einen nachhaltigen Einfluss hatten. Ambrossia gehören da definitiv dazu. Mit T.N.S. kamen dann harmonischere Klänge aufs Publikum zu. Mit ihrem 70er-Jahre- und Südstaaten-geprägtem Konzeptrock brachten sie das Publikum zum Schwelgen.

Erster Radiohit

Den Abschluss machten Nameless, die Anfang der 90er-Jahre mit «Ruth» (Bakteriä) den ersten Schwyzer Radio-Hit landeten und nebenbei ein Weihnachtsmusical präsentierten und auf der Bühne auch Comedyeinlagen (Reggae oder Warenhausdieb) zeigten. Dies gab es alles am Samstag zu erleben. Zur Freude des Publikums und ganz offensichtlich auch der Musiker.

Bote der Urschweiz (robü)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

28.11.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/cdWA7D