Aynsley Lister und seine drei Mitmusiker sind ein Quartett, in dem jeder einzelne ein Ass ist, und zusammen spielen sie ein Full House. Bild Nadja Tratschin
Aynsley Lister und seine drei Mitmusiker sind ein Quartett, in dem jeder einzelne ein Ass ist, und zusammen spielen sie ein Full House. Bild Nadja Tratschin

Musik

Aynsley Lister bot ein Blues-Feuerwerk

Mit dem Konzert von Aynsley Lister startete im «Gaswerk» am Mittwochabend die von Mix Max Music lancierte Konzertreihe «Blues ’n’ more».

Aynsley Lister ist ein Musiker, den man live erleben muss, und zwar sehen, hören und fühlen. Wer ihn noch nicht kennt und sich nur auf die YouTube- Videos oder die Sequenzen auf seiner Website verlässt, bekommt einen Eindruck, der ihm und seinen Mitmusikern nicht gerecht wird. Vom ersten bis zum letzten Ton riss er das zahlreich erschienene Publikum im «Gaswerk» mit, in eine Welt voller Intensität und Gefühl.

Heimisch im Blues

«Home» ist der Titel seines letzten Albums. Lister ist im Blues zu Hause. Der Blues bildet, genau wie in einem Haus die Küche, seine Basis. Gekonnt experimentiert er mit dem Blues, spickt und bereichert ihn mit Elementen aus Pop, Rock und Jazz. Seine Stimme ist zwar nicht typisch bluesig, sie klingt weder rauchig noch verlebt. Trotzdem passt dieser fragile Klang seiner Stimme bestens zu seiner Musik. Während des ganzen Konzertes waren er und seine Mitmusiker unglaublich locker drauf, gingen aufeinander ein und präsentierten sich mit einer ansteckenden Spielfreude. Die Songs reihten sich nahtlos aneinander, die Schlüsse sassen, die Band transportierte als Ganzes ein gewaltiges Energiepotenzial. Stellt man sich als Gast einen Musiktank vor, dann füllten Aynsley Lister und seine Band ihn vollständig auf. Zudem wirkt er sehr sympathisch und stückweise gar als Entertainer. Ein unterhaltendes Element waren drei Songanfänge, worin sie beim einen Song die weltberühmten Akkorde von «Smoke on the water» anspielten, bei einem anderen Song klang es zuerst wie «Summer of 69» und bei der zweiten und letzten Zugabe wie «We will rock you». Immer, aber nur kurz, bevor sie ganz in ihrem eigenen, packenden Musikstil abtauchten.

Bote der Urschweiz (Nadja Tratschin)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

16.10.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/Kkyj7S