Virtuos: Das Publikum im «Gleis» liess Fabian Anderhub und Band erst nach drei Stunden ziehen. Bild Nadja Tratschin
Virtuos: Das Publikum im «Gleis» liess Fabian Anderhub und Band erst nach drei Stunden ziehen. Bild Nadja Tratschin

Musik

Bluesig, aber nicht nur schmusig

Mit seinem zweiten Album «It’s A Blues Thing» gastierte Fabian Anderhub am Mittwochabend in der American Café Bar Gleis. Vor einer kleinen, aber höchst aufmerksamen Gästeschar spielte er Blues vom Feinsten.

Fabian Anderhub hielt, was er vor einem Jahr versprochen hatte. 2010 sagte er, kurz nachdem sein Erstling «Left Line» erschienen war, dass seine Fans bereits 2011 mit einem neuen Album rechnen könnten. Gesagt, getan, gespielt. «It’s A Blues Thing» heisst seine neue Scheibe, die Bluesliebhaber mit zehn neuen Songs ins Land der Gefühle verführt.

Eigenkompositionen und Covers

EinTeil der Songs wie «TryingTo Find My Baby» sind Covers von Grössen wie John McGale aus Kanada, die meisten Stücke stammen aber aus der Feder von Anderhub. «Ich habe kein Problem damit, Stücke zu covern. Die Songs müssen mir einfach gefallen, und dann interpretiere ich sie auf meine eigene Art und Weise», sagte Anderhub. Mit dem Titelstück «It’s A Blues Thing» eröffnete er den Konzertabend und bewies gleich, dass Blues nicht nur langsam und traurig, sondern auch temperamentvoll, wild und rockig sein kann.

Gefühlvoll und dynamisch

Von Anfang an legten sich die Jungs voll in die Saiten und spielten mit sehr viel Gefühl, Dynamik und fast blinder Vertrautheit. Die kommt nicht von ungefähr. Mit Keven Charette, seinem Gitarristen, spielt er schon seit seiner Schulzeit zusammen. Ohne gesprocheneWorte, ausser es diente der Übersetzung vom Schweizerdeutschen ins Französische, gingen die beiden während dem Konzert musikalisch derart präzis und ineinandergreifend aufeinander ein, dass man zeitweise ganz genau hinhören musste, ob jetzt Charette oder Anderhub oder beide spielen. Überhaupt war das Zusammenspiel der vier Musiker fabelhaft.

Dreistündiger Auftritt

Am eindrücklichsten kamen ihre Songs und das virtuose Spiel rüber, wenn alle vier die Augen geschlossen hatten, selbstvergessen in sich, dem Song und ihrem Part aufgingen. Das Publikum liess Anderhub und seine Band erst nach drei Stunden wieder gehen, so fasziniert war es von seinem virtuosen Spiel.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

18.11.2011

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